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Magersucht

Neben ewiger Jugend und 2 symmetrischen Gesichtshälften ist vor allem die Figur ausschlaggebend um dem heutigen Schönheitsideal zu entsprechen. Hier gilt nur wirklich schlank bis sehr schlank als „schön“. Natürlich bringt die ständige Konfrontation mit solch einem ungesunden Ideal auch ihre Folgen mit sich, die verheerend sein können.

Neben der Sucht nach Schönheitsoperationen gelten vor allem Figurtechnisch Magersucht und Bulimie zu sehr weit verbreiteten Krankheitsbildern:

 

Anorexia nervosa

Die wörtliche Übersetzung von Anorexie bedeutet eigentlich „Appetitverlust bzw. –Verminderung“, letztlich ein irreführender Begriff, da nicht der Appetit unter dieser Erkrankung leidet, da die Ursache viel mehr gestörtes Essverhalten ist. Der Zusatz „nervosa“ deutet weiters darauf hin, dass es sich um eine psychische Erkrankung handelt. Bei der, in der Umgangssprache als, Magersucht bezeichneten Krankheit steht vor allem der starke Wille sein Körpergewicht dauerhaft zu reduzieren im Vordergrund, dies führt letztendliche zu einer krankhaften Essstörung.
Meisten beginnt diese Krankheit in der Pubertät der Jugendlichen, es sind zwar öfters Mädchen betroffen als Jungen, dennoch steigen auch die Zahlen der Jungen Essgestörten im weiter an.
Die Inzidenz von Anorexia nervosa beträgt zwischen 4 und 7 pro 100.000 EinwohnerInnen, was in Wien etwa 80 bis 140 Neuerkrankungen pro Jahr entspricht. (https://www.wien.gv.at/who/gb/97/pdf/4-7.pdf)

Neben der Depression wird kaum eine andere psychische Erkrankung so häufig in den Medien erwähnt wie die Magersucht. Immer wird von Models oder SchauspielerInnen gesprochen, welche mit deren/ihrer Magersucht zu kämpfen haben. In der Modewelt ist man mittlerweile soweit, dass man zu dürre Models von den Laufstegen fernhält, ehe sie nicht ein bestimmtes Mindestgewicht erreicht haben. Anorexia nervosa ist zum ersten Mal 1873 beschrieben worden, jedoch erst in den 1970er Jahren wurde diese Diagnose häufiger gestellt, woran dies jedoch liegt ist unbekannt.Magersuchtsstatistik
Die Ursachen der Magersucht sind weitgehend unbekannt, es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um eine Kombination von aus psychischen und gesellschaftlichen Einflüssen handelt.
Was jedoch bekannt ist, ist dass mehrere Faktoren zusammenarbeiten und sich gegenseitig beeinflussen:

Wie jede Krankheit kann auch die Magersucht bekämpft und therapiert werden. Die Therapie teilt sich meist in 2 Abschnitte. In erster Linie steht vor allem die Gewichtszunahme um den körperlichen Folgeschäden entgegenzuwirken. Dies geschieht jedoch nicht immer rechtzeitig, daher verläuft die Magersucht in 10-15% aller Fälle tödlich. In zweiter Linie wird dann durch Psychotherapie das „seelische“ Leiden behandelt. Das Ziel ist es den PatientInnen langfristig eine realistische Vorstellung von ihrem Körpergewicht zu vermitteln und ein normales Selbstbewusstsein aufzubauen. (http://www.onmeda.de/krankheiten/magersucht.html)

 

Bulimia nervosa

Die Magersucht ist mit der Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) verwandt. Wie auch bei der Anorexia nervosa, deutet auch hier das Wort „nervosa“ auf die psychische Komponente der Krankheit hin. Umgangssprachlich als Bulimie verstanden kennzeichnet sich diese Krankheit durch ihre wiederkehrenden Essattacken und anschließenden Erbrechungsanfällen oder durch die Einnahme von Abführmitteln aus. Die Betroffen erbrechen oder nehmen Abführmittel aus der Angst heraus, sie könnten an Gewicht zulegen. Zwischen den Essattacken wird meist versucht eine Diät einzuhalten.
Die Bulimia nervosa tritt etwa dreimal so häufig wie die Anorexia nervosa auf 14 pro 100.000 EinwohnerInnen bzw. 2 Prozent der jungen Frauen.
Die Bulimie unterscheidet sich von anderen typischen Essstörungen in der Hinsicht, dass die Betroffenen, bei der Bulimie, meist im unteren norm Bereich sind mit ihrem Gewicht. Trotzdem zeigen sie immer wieder häufige Zeichen von Unter- bzw. Mangelernährung.

Bei der Bulimie unterscheidet man 2 verschiedene Arten:

Magersucht2Purging-Typ: Es kommt zu Essattacken und anschließend zum Erbrechen oder zu anderen Maßnahmen, wie dem Einnehmen von Abführmitteln.

Nicht-purging-Typ: Es kommt zu Essattacken aber ohne Erbrechen oder anderen Maßnahmen. Der Purging-Typ ist bei der Bulimie häufiger als der Nicht-purging-Typ. Der Nicht-purging-Typ muss jedoch wieder von der so genannten Binge-Eating-Störung abgrenzt werden, bei dieser kommt es zu Essattacken in Verbindung mit Übergewicht, schnellem Essen und Essen ohne auftretendes Hungergefühl.

Die einzelnen Ursachen einer Bulimie sind generell schwer zu erfassen, da es sich bei Essstörung um eine multifaktoriell ausgelöste Erkrankung handelt. Dies bedeutet, dass man die Ursache nicht nur einem Faktor zuschreiben kann sonder, dass eher mehrere Faktoren gleichzeitig wirken. So kann es sich um eine Kombination von psychischen, biologischen, familiären, genetischen und sozialen Faktoren handeln.

Auch die Therapie der Bulimie wird in 2 Abschnitte eingeteilt. So wird zuerst versucht, dass Essverhalten des Betroffenen zu normalisieren. Anschließend wird dann durch psychiatrische Betreuung versucht das zugrunde liegende Problem zu lösen.  Dazu werden langfristig verschiedene Methoden angewendet. In einigen Fällen kann Bulimie auch mit Hilfe von Medikamenten behandelt werden. Die Krankheitszahlen haben sich in den letzten Jahren verbessert. In 40% der Fälle kommt es zu einer deutlichen Besserung, in 20% zu einer geringen Besserung. Jedoch kommt es noch immer in 40% zu einem chronischen Rückfall. (http://www.onmeda.de/krankheiten/ess_brech_sucht.html)

 

In der Linkliste gibt es einige nützliche Links rund um das Thema Essstörung.