Fünf Elemente Lehre


wuxingtu
Die Fünf-Elemente-Lehre ist eine daoistische Theorie zur Naturbeschreibung.

Die Lehre basiert auf fünf angenommenen Grundelementen (xíng), vielleicht besser zu übersetzen als Wandlungsphasen oder Aktionsqualitäten:

Metall bzw. Gold (chin: 金 jīn):
Reife, Kontraktion, Kondensation, Ablösung, Sinken

Holz (chin: 木 mù): 
Aufbruch, Entwicklung eines Handlungsimpulses, Expansion, Steigen 

Wasser (chin:水 shuĭ): Betrachtung, Lageerfassung, Ruhe
Feuer (chin: 火 huŏ ): Ausgestaltung, dynamische Phase, Aktion 

Erde (chin: 土 tŭ ):
wandelnd, umwandelnd, verändernd: Fruchtbildung

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      Bild -  Quelle


Bild 1
http://www.shiatsu-austria.at/
einfuehrung/einfuehrung_5.htm

Bild 2
http://members.eunet.at/
argruber/SAEabschluss/Docs/
YinYang.htm


Bild 3
http://members.eunet.at/
argruber/SAEabschluss/Docs/Yin
Yang.htm


Bild 4 http://www.hoodong.com/wiki
/%E7%A9%B4%E4%BD%8D


Bild 5
http://bbs.taoyo.cn/thread-5004-
1-1.html


Bild 6
http://english.cri.cn/3086/2007/
08/30/902@267911_3.htm


Bild 7
http://www.100md.com/html/dir/
2001/08/18/41/44/04.htm

                       Grundprinzip

Die Theorie von Yin und Yang und die Theorie der fünf Elemente

Die chinesischen Naturwissenschaften der alten Zeit wurden zum größten Teil durch die moderne Wissenschaft ersetzt. Nur die traditionelle chinesische Medizin und Pharmakologie haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.

In der langen Zeit seines Kampfes gegen Krankheiten jeder Art hat das chinesische Volk eine Schatzkammer der traditionellen Medizin und Pharmakologie geschaffen. Die lange  Praxis hat aus der traditionellen chinesischen Medizin und Pharmakologie eine ausgeprägte Schule gemacht, die immer wieder verbessert und bereichert wurde, Gemäß der alten Theorie von Yin (Negativ) und Yang (Positiv) und der alten Theorie der fünf  Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) erklärt die traditionelle chinesische Medizin die Physiologischen Erscheinungen und die pathologischen Veränderungen des Körpers sowie die Beziehungen zwischen ihnen. Sie hat Physiologie, Pathologie, Diagnose, Verwendung von Arzneimitteln und Behandlung organisch miteinander verbunden.

Die chinesischen Denker der alten Zeit meinten, dass Weltall aus den zwei Lebensenergien Yin und Yang bestehe. Ihre ununterbrochenen Bewegungen seien die Ursache des Seins der Welt. Ursprünglich bedeutete Yin Rücken zur Sonne und Yang Gesicht zur Sonne. Später verstand man Yin als unbeweglich, innen, niedergehend, kalt und dunkel usw. und Yang als beweglich, außen, aufsteigend, heiß, hell usw. In der Unterscheidung zwischen Yin und Yang gibt es keinen Bedeutungsunterschied von „Gut“ und „schlecht“. Die Yin-Yang-Theorie betrachtet Männer als Yang und Frauen als Yin. Der Wechsel zwischen Yin und Yang ist ein grundsätzliches Gesetz aller Dinge in der Welt. Beispielsweise wechseln  winter und Frühling einander ab. Idealer Zustand ist die Harmonie. Wenn alle Dinge im Gleichgewicht sind, befindet sich der Weltraum in einem Zustand „normaler“ Bewegung.

In der traditionellen chinesischen Medizin gelten Reiz oder Stimulus als Yang, Hemmnis oder Inhibition dagegen als Yin. Der Tag ist die Domäne des Yang, die Nacht die des Yin. Ein guter Gesundheitszustand eines Menschen spiegelt das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang in seinem Köper wider. Krankheit hingegen ist ein Zeichen für die Unausgeglichenheit zwischen Yin und Yang.

Die chinesischen Denker der alten Zeit waren der Meinung, daß alle Dinge im Universum aus den fünf unentbehrlichen Elementen des täglichen Lebens-Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser-bestehen. Sie bewegen sich ständig, verändern, fordern sich gegenseitig oder unterdrücken einander. Z.B. kann Holz das Feuer und Wasser das Holz fördern, hingegen hat Wasser über das Feuer und Feuer über das Metall Macht. Die wechselseitige Förderung und Unterdrückung dieser fünf Elemente halten das Gleichgewicht zwischen allen Dingen im Universum.

In der Theorie  der traditionellen chinesischen Medizin werden die fünf inneren Organe (Herz, Leber, Lunge und Nieren)  gemäß der Beziehung zwischen den fünf Elementen betrachtet. Genauso wie zwischen den fünf Elementen gibt es such zwischen den fünf inneren Organen eine wechselseitige Förderung und Beschränkung . Daher verursacht die pathologische  Veränderung eines inneren Organs des Menschen eine Unausgeglichenheit zwischen anderen inneren Organen. Die Folge ist Krankheit.

Nach der Theorie der traditionellen chinesischen Medizin stellen die fünf inneren Organe die fünf großen Organisationssysteme im Körper des Menschen dar. Die anderen Organe sind durch „Kanäle“ mit diesen fünf großen Organisationssystemen verbunden. Beispielsweise sind die Nieren mit den Ohren und die Leber mit den Augen verbunden. Die „Kanäle“ bestehen aus den die Körperaktivitäten regulierenden Netzkanälen, durch die Blut und Lebensenergie zirkuliert, und den Verbindungslinien zwischen den Körpermeridianen. Die „Kanäle“ sind die die Körperaktivitäten regulierenden Akupunkturlinien, ein Netz von Energie-und Blutkanälen mit darauf verteilten Akupunkturstellen. Ihre Existenz wird inzwischen von medizinischen Geräten bestätigt.

Die traditionelle chinesische Medizin vertritt die Ansicht, daß die verschiedenartigen Krankheiten in enger Beziehung mit den fünf inneren Organen stehen. Wenn die fünf inneren Organe das Gleichgewicht zwischen ihnen verlieren, kommt es nach dieser Theorie zu Krankheiten an anderen Stellen des Körpers. Dann sind Farbe und Glanz von Zunge und Gesicht, die Stimme, der Gesichtsausdruck und der puls nicht normal.

Seit mehr als 2000 Jahren werdet der Artz folgende vier Diagnoseverfahren an: unfassende Beobachtung des Aussehens des Patienten, Bewertung der Stimme und Körpergeruchs, Befragung des Patienten und Fühlen des Pulses.

Die Theorie der modernen chinesischen Medizin fusst auf der Grundlage der reichen Erfahrungen unserer Vorfahren. Das Huang Di Nei Jing (chin: 黄帝内经 „Kanon des Gelben Kaisers über die inneren Krankheiten“) aus der Westlichen Han-Zeit ist das älteste medizinische Werk. Seit mehr als 2000 Jahren ist es eine Pflichtlektüre für angehende Mediziner.

Literatur  

Feng, Lingyu; Shi, Weimin; Zantis, Renate: Abriss der chinesichen Kultur, Wuzhou Verlag, Beijing, 2001

Yu, Dong; Zhong, Fang: Eine Einführung in die Kultur Chinas, Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing, 2004