Auf der Suche nach Stencil Kunst in Wien
Um die Stencil Kunst in Wien darzustellen, haben wir uns in Wien umgesehen und Stencils auf leganel und illegalen Flächen dokumentiert.

Begonnen haben wir dabei im 18. Bezirk, wo wir in der Nähe des Gürtels eine Wand mit vielen Stencils gefunden haben. Hier konnten wir sowohl künstlerische als auch politische Stencils finden.

Dieses Bild stellt ein typisches politisches Stencil dar, wie es überall in Wien an Wänden gefunden werden kann - gerade  die leuchtend rote Farbe und das eindeutige Symbol machen dieses Stencil geradezu zu einem Paradebeispiel für ein politisches Proteststencil. Es wurde im 18. Bezirk an einer Hauswand aufgetragen, es handelt sich also um ein illegales Stencil.

In den folgenden Bildern haben wir eine Mauer dokumentiert, auf der (illegale) Stencils angebracht waren. Die Bilder können dabei sowohl den Formen politischer wie künstlerischer Stencils zugeordnet werden.

Kunst ist ein Bei diesen Bildern wird auch deutlich, dass Stencil künstler häufig einen höher gebildeten Hintergrund haben und mit ihren Bildern sowohl die Stadt verschönern, als auch eigene Gedanken und politische Kritik anbringen möchten. Im unteren Bild kann unter anderem Vladimier Putin erkannt werden.

Hier finden wir ein Paradebeispiel für künstlerische Stencils - gerade die Ballerina oder das Bild mit den vielen Menschen zeigen den ungeheuren Aufwand und die Liebe zum Detail, der sich die Stencil Künstler verschrieben haben.

Neben Portraits von Meschen, die uns nicht immer bekannt erscheinen, finden wir auch immer Comic-ähnlich anmutende Figuren wie diese Ratte mit menschlichen Gesichtszügen (siehe oben).

Nicht nur politische Motive und bekannte Persönlichkeiten, sondern auch Motive aus Comics können gefunden werden, wie hier z.B. der unglaubliche Hulk, der generell ein beliebgtes Motiv darstellt, oder das Marsupilami.

Wie an diesem Bild (oben) erkannt werden kann, sind auch die Stencil Künstler der Meinung, dass es sich bei ihren Werken umd Kunst (und nicht um Vandalismus) handelt und betonen dies immer wieder - wie hier mit dem Spruch "Kunst könnte S e i n" oder weiter unten mti dem Spruch "Kunst darf müssen".

Über den Bilder von Frauen sind immer wieder feministische Kommentare von anderen Sprayern angebracht, wie hier "WOMEN FIGHTING".

Hier sieht man auch, wie die verschiedenen Künstler bzw. Sprayer zusammen spielen - oder eben auch nicht: dieses Bild einer nackten Frau wird von einem anderen Sprayer als "sexistisch" betitelt.

Wir finden auch eine "Kontaktanzeige" in Form eines Stencils: "Suche 'meine Herzdame', die Partnerin für's Leben, (unleserlich) wäre mir am Liebsten."

Auch im WUK können wir bei genauem Hinsehen Stencils zwischen diversen anderen Graffiti finden. Auch hier handelt es sich teilweise um politische Aussagen - wie hire mit der Aussage "Mix your Cultures".

Wieder einmal wird deutlich, dass die Wiener Architektur für Graffiti und vor allem für Stencils nicht optimal ist. An einer solchen Wand können die komplizierten Stencils nur shwer angebracht werden und auch andere Graffiti werden schnell zu verschwommenen Farbflecken.

Am Donaukanal an der legalen Wand beim Lokal Flex (obere Bilder: Blick über den Donaukanal vom Flex aus) sind wir auf der Suche nach weiteren Stencils. Hier wird es zunehmend schwer, die doch eher kleinen und vergleichsweise unscheinbaren Stencils zwischen den großen und farbenfrohen Graffiti zu finden.

Zwischen und vor allem in großen Bildern entdecken wir dann aber doch immer wieder kleine Stencils, diese zu finden fällt allerdings schwer. Sie gehen zwischen den großen Bildern einfach unter, da sie eine gewisse Größe aus technischen Gründen einfach nur schwerlich überschreiten können.

Hier finden wir ein typisches Stencil-Symbol: "ACAB" ("All Cops Are Bastards"), eine Parole, die in nahezu jeder Stadt irgendwo gefunden werden kann.

Hier wird es deutlich: während die Stencils in ihrer Größe die am Ufer liegenden Steine nur selten überschreiten, können Graffiti eine viel gewaltigere Größe annehmen.

Dieser Elch stellt ein weitverbreitetes Motiv dar, er kann in vielen Städten und an vielen Plätzen gefunden werden.

Hier sieht man, wie sich herkömmliche Graffiti auch mit Stencils kombinieren lassen - das Gesicht der Figur, die von der größeren Person in der Hand gehalten wird, ist eindeutig mit einer Schablone angefertigt.

Aktualisiert (Montag, den 08. Februar 2010 um 20:48 Uhr)