KLETTERSTEIGE
und Wandermöglichkeiten

Versicherte Klettersteige und leichte unversicherte Anstiege von 0 bis 2+

Seite wird laufend ausgebaut!


Semmering

Eselstein (A)

Bucklige Welt

MATERIAL UND AUSRÜSTUNG

KLETTERSTEIG-GRUNDAUSRUSTUNG: einfache Selbstsicherung mit Seilschlaufe und Klettersteig-Karabiner sowie Brust+Sitzgurt.

KOMPLETTE KLETTTERSTEIGAUSRÜSTUNG: Klettersteigset mit Klettersteigbremse in y-Einbindung zur überschlagenden Selbstsicherung (zwei Seilschlaufen zum abwechselnden Einhängen mit je einem Klettersteig-Karabiner), Brust+Sitzgurt, Steinschlaghelm, angepaßtes Schuhwerk (Profilgummisohle).

AUF UNVERSICHERTEN ANSTIEGEN: geg.falls Einfachseil, SU- u. Exp.-Schlingen.

ZUR BEGEHUNG VON KLETTERSTEIGEN

Klettersteige führen in oft sehr steiles, mitunter senkrechtes oder überhängendes Gelände, das vielfach auch ausgesetzte Passagen aufweist. Eine der Schwierigkeit angepaßte Selbstsicherung ist unerläßlich. Ist ein Stahlseil vorhanden, so ist stets ein Karabiner des Klettersteigsets - bei y-Einbindung jedoch stets beide (Minimierung des Karabinerbruchrisikos) -
in diesem eingehängt. Beim Umhängen an den Fixpunkten bleibt stets ein Karabiner eingehängt. Ist kein Stahlseil vorhanden, so müssen andere Versicherungen wie Klammern, Tritteisen nach Möglichkeit zur Selbstsicherung verwendet werden.
Auch auf Eisenleitern ist stets durch Einhängen der Karabiner in die Sprossen zu sichern. Das ist zwar aufwendig und zeitraubend, dafür aber sicher. Bereits Passagen im Schwierigkeitsgrad B können mitunter recht anstrengend sein. Für höhere Schwierigkeitsgrade ist entsprechende Übung u. Training unerläßlich. Ab dem Schwierigkeitsgrad B sollte zumindest eine Kletterseiggrundausrüstung - auch von routinierten Klettersteiggehern - verwendet (und nicht nur mitgeführt) werden. Zumindest ab dem Schwierigkeitsgrad D geht man überdies im Seilschaftsverband.



SCHWIERIGKEITSBEWERTUNG FÜR KLETTERSTEIGE   
 

A
LEICHT: einfache, gesicherte Wege; flache-längere oder senkrechte-kurze Leitern; Eisenklammern; zumeist nicht sehr steiles Gelände; vereinzelte Stellen bereits ausgesetzt; meist auch ohne Sicherungen leicht zu begehen und keine Klettersteig-Selbstsicherung erforderlich.; gute Griffe und Tritte; TRITTSICHERHEIT und SCHWINDELFREIHEIT erforderlich
B
MÄSSIG SCHWIERIG: steileres Felsgelände; teilweise kleintrittige und ausgesetzte Passagen; senkrechte und längere Leitern; Eisenklammern, Trittstifte oder Ketten; manche Passagen anstrengend und kraftraubend; ohne Versicherung 2.-3. SG.; i.a. KLETTERSTEIG-GRUNDAUSRÜSTUNG erforderlich; ev. kurzes Sicherungsseil
SCHWER: sehr steiles Felsgelände; großteils kleintrittige und ausgesetzte Passagen; Überhänge mit Leitern und oft weit auseinanderliegende Trittstiften gesichert; oft senkrechte nur mit Stahlseil gesicherte Passagen; teilweise sehr kraftraubend; ohne Versicherung bis SG 4; KLETTERSTEIGAUSRÜSTUNG erforderlich; ev. Seilsicherung
D
SEHR SCHWIERIG: senkrechtes, oft überhängendes Gelände; weitauseinanderliegende Eisenklammern und Trittstifte; sehr ausgesetzter und steiler Fels, i..a. nur mit einem Stahlseil gesichert; Armkraft, turnerische Gewandtheit sowie guter gesamtkörperlicher Trainigszustand sind Voraussetzung; oft Kombination mit Kletterei SG 2 ohne Versicherungen; KLETTERSTEIG-KOMPLETTAUSRÜSTUNG erforderlich; ev. Bergschuhe mit Profil-Gummisohle; SEILSCHAFTSVERBAND
EXTREM SCHWIERIG: Angaben wie bei D jedoch mit extremen Anforderungen; kombiniert mit Kletterei; REIBUNGSKLETTERSCHUHE; KLETTERSTEIG-KOMPLETTAUSRÜSTUNG; SEILSCHAFTSVERBAND

 
 

Mit werden alle Wege oder Stellen ohne klettertechnische Schwierigkeiten bewertet. A- bezeichnet künstlich angelegte und mit Steighilfen wie Stufen und Geländer versehene, jedoch stets problemlos begehbare Wanderwege. Für diese ist keine bes. Ausrüstung erforderlich. Diese Anstiege können i.a. auch von Ungeübten begangen werden.
Ein angefügtes + oder - bedeuten jeweils den oberen bzw. unteren Grenzwert eines Schwierigkeitsgrades. 
Ungesicherte Stellen werden nach der UIAA-Skala bewertet.
In den unteren Schwierigkeitsgraden wurde jedoch , wie oft üblich, entgegen der UIAA Def. eine Unterteilung mittels 1-,1,1+,2-, usw getroffen.

Schwierigkeitsgrad A0,... (künstl. Kletterei)
A0 ist die einfachste Form künstlicher Kletterei. Meist im schwierigen, ausgesetzten, kraftraubenden Kletterpassagen ab SG 2+, um die Schwierigkeiten zu minimieren. Haken, sontiges Sichrungsmaterial und das Seil werden als Griff bzw Tritt zur Fortbewegung verwendet. Eine glatte, trittlose und grifflose Wandstelle kann prinzipiell in diesem Schwierigkeitsgrad überwunden werden, sofern die Anbringung und der Grebrauch der zur Fortbewegung notwendigigen künstl. Hilfsmittel leicht bleibt. Die weiteren Schwierigkeitsgrade des künstl. Kletterns sind nach UIAA dann A1 bis A4 (extrem schwer).

Nicht verwcheseln: A- mit A0!!

ACHTUNG:

Schlechte Witterungsverhätnisse, insb.Nässe, Schnee und Eis, unvorhersehbare Ereignisse und dgl. können Wege und Steige, selbst wenn sie mit 0 oder A- bewertet sind, extrem erschweren oder sogar ungangbar machen. Die Tourenberschreibungen beziehen sich, wenn nicht anders vermerkt, stets auf trockene, sommerliche bis herbstliche Witterungsbedingungen. Bei aufziehendem Gewitter sind alle Klettersteige und exponierte Stellen jeglicher Wege lebensgefährlich und so rasch als möglich zu verlassen. Steige im Schwierigkeitsgrad A oder 1 sind oftmals bei winterlcihen Bedingungen bereits sehr ernst zu nehmende alpine Touren. Aber auch bei sommerlichen Normalbedingungen können auf allen unschwierigen Wegen unerwartete Gefahren lauern.

 


ROUTENBESCHREIBUNGEN



Bem.: Alle Anstiege mit fettgedruckter Bezeichnung wurden von mir persönlich begangen wobei * einen lohnenen
und ** einen äußerst lohnenden Anstieg bezeichnen
. Mit *** sind Anstiege bezeichnet, diese zu begehen eine Reise wert ist.
Neben möglichst objektiver Beschreibung (unter Zuhilfenahme einschlägigen Führermaterials)
der Anstige habe ich versucht auch besonders meine eigenen persönlichen Eindrücke aufzunehmen.
Bei den Schwierigkeitsangaben halte ich mich zumeist an den Klettersteigführerführer
von Kurt Schall. Manche Anstige wurden geringfügig höher bewertet.
Alle eingefügten Bilder sind ebenfalls persönlich aufgenommen. 

 
 

*** WIEN

 

* NASENWEG auf den Leopoldsberg (Wanderweg ohne Schwierigkeiten; tw. "versichert" A-, Var. bis max. 1-)

Einfacher Wanderweg, der in steileren Passagen über Treppen (A-) und mit Geländer abgesichert vom Kahlenbergerdorf auf den Leopolodsberg (425 m) fürht.
 

Anstieg: Durchgehend breiter künstlicher Weg. Hat mit Klettersteigen im eigentl. Sinn nichts zu tun.
Allerdings besitzt der Nasenweg auf diesen letzten Ausläufer der Alpen, der steil an die Donau abbricht, eine interessante Wegänderung, einen unmarkierten, ungesicherten Steig direkt über den Leopoldsberger-Nasengrat. Man verfolgt den "Normalweg" über die erste Kehre hinaus, bis deutliche Steigspuren abzweigen. Diese verfolgt man bis zum Gipfel. Zwei Stellen, kleine Stufe und schräge Rinne, jeweils 0+ bis 1-.

Abstieg: wie Aufsteig oder Weiterweg zum Kahlenberg (484 m, Stefanie-Warte; zuletzt tw. vers. A- (Holzstufen)) und dort ev. mit der Autobuslinie 38 A nach Heiligenstadt. Die S-Bahn Linie S45 bring einem von Heiligenstadt bei Bedarf zurück ins Kahlenbergerdorf. Oder man steigt über den Kollersteig (Abzw. bei der Autobushaltestelle 38A) Richtung Klosterneuburg ab. ImBahnhof Weidling hat man etwa halbstündlich einen S-Bahnanschluß nach Wien.

Talort/Ausgangspunkt: Wien-Kahlenbergerdorf: öffentlich zu erreichen mit Regionalbussen Richtung Klosterneuburg von Heiligenstadt aus.
ACHTUNG: Die Züge der S-Bahn Linie S 40 halten ab 12.12.2004 nicht mehr in der Hst. Kahlenbergerdorf!

Material/Ausrüstung: ist nicht erforderlich

Anfänger/Kinder:  absolut unproblematisch und sehr geeingnet.
 
  Kommentar: Der Anstieg auf Leopoldberg läßt erkennen, daß man tatsächlich auf einen Berg der Alpen steigt, wenngleich es deren letzter Ausläufer ist. Kaum 20-40 min Fahrzeit vom Stadtzentrum entfernt hat man (insb. auch Anfänger und Kinder!) hier die Gelegenheit auch bei schlechter Witterung erste Eindrücke dieser so faszinierenden Berglandschft der Alpen zu gewinnen, die sich von hier bis an die Küste des Ligurischen Meeres bei Genua erstreckt. Dieses beliebte Ausflugsziel läßt sich ideal mit einer Wanderung zum Kahlenberg und/oder einem Heurigenbesuch in Grinzing (Austobus Linie 38A) verbinden. 


LEOPLODSBERG, KLETTERSTEIG (A)

nicht öffentlich zugänglich, dient der Straßen- bzw. Steinschlagverbauung und Forstwirtschaft.

Einstieg etwas oberhalb vom Kahlenbergerdorf. Über Stufen und entlang von Seilversicherung ansteigend.


KOLLERSTEIG (Leopoldsberg, Wanderweg durchwegs 0)

Von Klosterneuburg Weidling auf den Leopoldsberg. Unschwierige, schöne ganzjährig begehbare Route.

Anstieg: Vom Bahnhof Klosterneuburg-Weidling ins Weidling-Tal einwerst, bis zur Straßenabzw. "Höhenstraße" (Ampel, Wegweiser in der Nähe eines Hotels). Nun dem markierten Wanderweg "Kollersteig" zunächst entlang der Straße später durch den Wald ansteigen. Man quert zwei Forststraßen und folgt der Markierung bis zum Parkplatz bei der Endstelle der Autobuslinie 38A. Von dort in wenigen Minuten auf den Gipfel des Leopoldsberges oder aber der Markierung zum Kahlenberg folgend in ca. 10-15 min bis ebendorthin. (Leopoldberg: ca. 45-60 min vom Bahnhof)

Abstieg: entweder über den Waldbachsteig oder den Nasensteig ins Kahlenbergerdorf (Bus) oder wie Aufstieg bzw. über den Josefsteig zurück nach Klosterneuburg.

.Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder:   keinerlei Schwierigkeiten. keien bes. Ausrüstung erforderlich. Rutschgefahr bei Nässe oder Schneelage.


JOSEFSTEIG (viel Straße, kurz Wanderweg, durchwegs 0)

Ebenfalls von Klosterneuburg Weidling führt der bez. genauso unschwierige Josefsteig zur Josefinenhütte an der Höhenstraße zwischen Leopoldsberg und Kahlenberg. Ein Großteil des Anstieges führt steil aber leider entlang einer Straße durch verbautes Siedlungsgebiet.

Anstieg: Von Klosterneuburg ab der Ampel bei der WeidlingereStraße den Kollersteig nur wenige Meter hinauf. Re. die Sachsengasse (Markierung) hinauf und durch sie bis zum Beginn des Josefsteiges. Am Zwergljoch vorbei erreicht man den Wald. Nach Querung einer Forststraße ziemlich direkt aufwärts bis zur Höhenstraße (Bushst., 38A - nicht tägl. Betrieb, jedoch an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien) und in Kürze zur Josefinenhütte.Weiter entweder auf den Leopoldsberg oder Kahlenberg.

Abstieg: Am raschesten überden Kollerstig nach Klosterneubung-Weidling zurück.

Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder:   keinerlei Schwierigkeiten. keien bes. Ausrüstung erforderlich. Nur im oberen Teil im Wald etwas Rutschgefahr bei Nässe oder Schneelage.

 


* WALDBACHSTEIG und direkte Anstiege aus dem Waldlgraben (Wanderweg, Var. unmarkierter, ungesicherte Anstiege 0 bis 1-)

Vom Kahelbergerdorf auf den Leopoldsberg oder Kahlenberg.

Anstieg: Von der S-Bahnstation durch das Kahlenbergerdorf Richtung Kahlenberg ins Waldbachtal (Wanderweg). Man verfolgt die Markierung entweder bis zur Höhenstraße (0) oder zweigt vorher re. steil ansteigend ab. Mind. zwei Var. bieten sich hier an, die beide auf den Leoplodsberg führen. Die zweite deutliche Steigspur führt steil durch den Wald und über zwei steilere Stellen (jeweils bis 1- davon eine nette, etwas felsige Rampe) empor. Schwierigkeitslos gelangt man steil den Spuren folgend zum Parkplatz bei der Bushaltestelle der Linie 38A.

Absitieg: Über den Nasensteig (Var. bis 1-) ins Kahlenbergerdorf oder über einen der Steige nach Klosterneuburg.

Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder:   max. 1- (Rampe). Im Abstieg bei Nässe oder Glätte akute Rutsch- und Sturzgefah - aber recht harmlos - entlang der Steigvariante. Ansonsten breiter mark. Wanderweg. Ganzjährig gangaber.


KAHLENBERGER GRAT (ungesicherter Anstieg auf 50° Steilhang, am Grat 1)

Direkter unbez., wegloser Steilhanganstieg vom Waldlgraben (Waldbachsteig) auf den Kahlenberg.

Zustieg: Wie beim Waldbachsteig bis unter die Steilflanke des Kahlenberges in den Waldlgraben hinein. Ungefähr in direkter Verbindungslinie zwichen Leopldsberg- und Kahlenberggipfel weist eine grabenartige Schlucht bergaufwärts ri. Kahlenberg.
Unmittelbar an deren Beginn verläßt man den bez. Wanderweg und überquert den Bach. Man hält sich li. der Schlucht und folgt den vereinzelten Steigspuren aufwärts bis zum unteren Beginn des ca. 30 m langen Grates.

Anstieg: In einfacher Kletterei auf einer der beiden Gratrippen (1) aufwärts bis zum Ende des Grates (20 Höhenmeter). Man folgt nun den Steigspuen weiter aufwärts und erreicht nach 115 Schrägmetern einen breiten Wanderweg (bez., Stadtwanderweg 1). Nun entweder über diesen zur Josefinenhütte (0,7 km; Bushaltestelle - Fahrplan beachten!) oder weglos weiter direkt auf den Kahlenberg (Bus: 38A). Will man jedoch sofort wieder ins Kahlenbergerdorf zurück, so kann man über die Eiserne Hand auf genanntem Wanderweg absteigen.

Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder: geeignet für erste Kletterversuche und als Eingehtour. Bei Nässe wie alle Anstiege aus dem Waldlgraben nicht ganz ungefährlich (bis 50° Steilhang, Laub!). Keine Kletterausrüstung erforderlich, Vorsicht: möglichst keine Steine lostreten!


 KALKSBURGER GRAT (Gratüberschritung und kleiner Klettergarten 1,Var. bis 5)

Schon etwas anspruchsvoller als der Kahlenberger Grat, jedoch leider während der Vegetationsperiode meist sehr verwachsen präsentiert sich am etwa gegenübergesetzten Ortsgebiet von Wien der Kalksburger Grat. Die Felsbildungen sind hier schon deutlich höher als am Kahlenberg. Die Kletterei bei der Gratüberschreitung erreicht gerade den Schwierigkeitsgrad 1.

Zustieg: Vom Kalksburger Kirchenplatz "in die Klausen" bis Haus Nr. 26. Re zweigt ein Wanderweg ab. Hier erblickt man bereits die ersten Felsbildungen des Grates.

Anstieg:  Immer dem Grat folgend (1- bis 1) tw. sehr verwachsen (jederzeit Umgehungsmöglichkeiten) bis zum letzten mit mehreren Routen gesichertem Aufschwung (kl. Klettergarten). Über diesen (1 bis 5) auf den höchsten Punkt des Grates.

Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder: der oberste Grataufbau ist ein lieber kleiner Klettergarten sowohl für allererste Gehversuche bis zur mittelschweren Kletterei. Die Gratüberschreitung (meist 1-) ist zwar meist sehr verwachsen aber dennoch ein nettes Wienerwaldschmankerl. Für Kinder, die noch nicht an ernsten Kletteranstiegen erprobt sind, ein üppiges Kletter- und Spielgelände, das auch so machen ersten und nicht ungefährlichen  An- und Abstieg bietet. Für alle den ersten Schweierigkeitsgrad übersteigenden Routen wird Seilsicherung dringlichst empfohlen. 


* BISAMBERG (358m)

Der Bisamberg bildet mit dem Leopoldsberg die Wiener Pforte. Lohnender Aussichtsberg, für die ganze Famile interessant.

Talorte: Bisamberg (192m), Langenzersdorf (170m), Wien-Satmmersdorf

Nordwienersteig (0+)

Vom Bahnhof Langenzerdorf in Ri. Bisamberg, bald der Markierung folgend zunächst kurz durch den Wald, dann in Kehren über ausgetretene Schuttrinnen im gelichteten Gelände ansteigend (max. 0+) auf die Elisabethöhe (358m, ca. 45 min. vom Bahnhof).

Abstieg: wie Aufstieg oder entweder a) nach Bisamberg (Stelle max. 0+: natürl. Treppe, erdig bei Nässe rutschig, kann umgangen werden) über bez. Weg, bzw. b) über den Czastkaweg nach Langenzerdorf zurück.
Bei Abstiegsvar. a) ist ein Besuch der Lourdesgrotte am Bisamberg zu empfehlen! Diese Var. eignet sich auch bes. für den Aufstieg!
Längere Var.: Über die Gamshöhe (336m) nach Stammersdorf (mehrere Var.)

Material/Ausrüstung: Für den Nordwienersteig ist gutes Schuhwerk (tw. alpine Bedingungen: Trekking oder leichtere Bergschuhe!) unbedingt ratsam.

Besonderheiten: Lagerwiesen und Spielplätze am Bisamberg!


* HERMANNSKOGEL (542 m)
 
 
Unschwierige aber schöne Anstiege auf eine der höchstn Erhebungen des nördl. Wienerwaldes. Duchrwegs ohne Schwierigkeiten (0).

 Talorte: Sieverig (Wien), oder Weidling (Klosterneuburg)

An-/Abstiege: Von Weidling über dern Gustav Fischer-Steig durchwegs sanft ansteigend bis zum Wh. bei der Agneswiese. Nun steil ansteigend durch den Wald und in Kürze über den bewaldeten Grat zur höchsten Erhebung des Hermannskogels (Habsburgwarte) (ca. 60 min. von Weidling). Abstieg wie Anstieg.
oder

von Sievering (Autobus-Endstation der Linie 39A) über den Holzknechtweg und entwerder gerade aufwärts zum Wh. bei der Agneswiese oder li.-haltemd zum Grüß di a Gott Wirt und der gr. Mark. Folgend auf den Hermannskogel.
   

Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder:  

Keinerlei klettertechnische Schwierigkeiten.
   

Persönlicher Kommentar: Da man mit der Besteigung des Hermannskogels einen der höchsten Punkte des nörl. Wiederwaldes - und damit der letzten Ausläufer der Alpen - erreicht habe ich, trotzdem dieser Anstieg keinerlei klettertechn. Schwierigkeiten aufweist, diese Anstiegsmöglichkeiten hier aufgenommen. Landschaftlich schön! Von Weidling aus steigt man sehr sanft und gemütlich an, was insb. dem Erholungssuchenden sehr zuvorkommend ist. Auch bei schlechterer Witterung ein ideales Ausflugsziel. Für Kinder sehr geeingnet. 


Tourengebiet Klosterneuburg (Wanderwege, 0)

Maria Gugging (*Lourdesgrotte im Wienerwald, Bus) - Schneiderzipf - St. AndräWördern (Bh.) [ca. 1-1,5 Std.]

Maria Gugging (*Lourdesgrotte im Wienerwald, Bus) - Greifenstein (Bh.)[ca. 1,5-2 Std.]

Maria Gugging (*Lourdesgrotte im Wienerwald, Bus) - Hintersdorf - *Hagenbachklamm - St. Andrä-Wördern (Bh.) [ca. 1,5-2 Std.]

Alle Routen sind einfache und gut markierte Wanderwege (natürlich in beiden Richtungen begehbar). Bestens für Kinder und größere Gruppen geeignet. Jeweils sehr schöne Wanderungen im Wiederwald um Klosterneuburg mit guter Bus- und S-Bahnanbindung (Reginalbus von/bis Wien-Heiligenstadt bzw. Klosterneuburg/Kierling sowie S-Bahn ab/bis St.Andrä-Wördern oder Greifenstein)
Achtung: An einer Passage in der Hagenbachklamm besteht Steinschlaggefahr!

Alternativen: Das Tourengebiet ist auch für Laglauf und Mountainbiking bestens geeignet.


** PEILSTEIN, 716m

Judith Kremer Steig (A-) - ***Peilsteinwände (Wandfußsteig) - *Peilsteinklettersteig (A/B)

Von Schwarzensee auf den Peilstein. Unterhalb der großartigen Peilsteinwände zum Peilsteinklettersteig und über diesen zurück zum Peilsteinhaus auf dem Gipfel (716m)

Talort: Schwarzensee (530m)

Zustieg: Von Schwrzensee (Abzw, Parknöglichkeit an der Straße) rot bez. eine Anrainerstraße aufwärts und weiter auf einer Güterstraße bis zum Waldrand. Dort beginnt der Judith Kremersteig.

Anstieg: Durch den Wald steil aufwärts (mehere Stellen A-, Treppen) den Markierungen folgend unmittelbar zum Peilsteinhaus. Von dort (Wegweiser) über unbez. Weg zu den Peilsteinwänden und absteigend (tw. A-) oberhalb der Wände bis zum Beginn des mark.Wandfußsteiges (bei Wegweiser: Peilsteinhaus). Diesen entlang (tw. A-, Geländer) bis zum Cimoneplatzerl. Hierher auch direkter über das Cimone-Couloir (1, Steinschlag!). Auf unbez. Steiglein in nö. Richtung kurz hinauf zum Einstieg des Klettersteiges (Beginn der Stahlseilversicherung). Entlang der Vericherungen (meist A/B, tw. ausgesetzt und ein ganz kurzes etwas ausgesetztes aber unschwieriges Stück nicht durchgehend versichert) in die Scharte zw. Matterhorn und Hauptwand. Über bequemen Steig im Gehgelände am Fuß der Hauptwände entlang (teilw. A-), vorbei an der Teufelsbadstube bis zur Haserlstiege. Über diese (A/B, Leitern) aufwärts und in Kürze zum Ausstieg (großartige Aussicht). In nur wenigen Minuten von dort zum Peilsteinhaus.

Abstieg: Über den Judith Kremer Steig (tw. A-) nach Schwarzensee zurück.

Material, Ausrüstung: Für den Peilsteinklettersteig Klettersteiggrundausrüstung und unbedingt Steinschlaghelm. Ansonsten Wanderausrüstung und gute, feste und hohe Schuhe (tw. erhöhte Rutschgefahr!).

Kinder, Anfänger: sehr gut geeignet. Für den Pelsteinklettersteig ev. zusätzlich ein kurzes Sicherungsseil.

Alternativprogramm: Sehr viele Kletterrouten in den Peilsteinwänden in allen Schwierigkeitsgraden.


HOCHECK, 1037m (Wanderwege, 0)

Mit der Besteigung des Hochecks erreicht man von Wien aus gesehen den ersten 1000er der Nördl. Kalkalpen. Trotzdem fühlt man sich fast wie im Wienerwald. Die Ausicht von dem sich nache des Gipfels erhebenden hölzernen Aussichtsturmes ist durchaus lohnend.

Talort: z.B. Altenmarkt a.d. Triesting (R-Bahn)

Anstieg: Vom Bh. Altenmarkt den bez. Weg 404 über den Mittagskogel bis zum Hocheck-Schutzhaus (ca. 2 Std.) und in wenigen Schritten auf den Gipfel (Aussichtswarte).

Abstieg: Wie Aufstieg oder: Über den Ostkamm wie im Aufstieg zurück bis zu einen Sattel, dann den bez. Weg über die Mittagskogel-Südwiese zum Kienberg (850 m) folgen und weiter von dort abwärts zu einer Schulter, an der sich der Weg an die re. Seite des Kammes wendet. Von dort li. in etwa nördl. Richtung steil und unwegsam abwärts durch den Wald zu einer unbez. Fortstraße, die man bis zurück ins Triestingtal verfolgt. (1.5 Std.)

Material/Ausrüstung/Anfänger/Kinder:

Keinerlei klettertechnischen Schwierigkeiten.

Kommentar: Zu jeder Jahreszeit geeignet. Auch als Schitour!


*** WACHAU

* HIRSCHWAND (Klettersteig, B)

Zwei kurze aber schöner Klettersteige im Dunkelsteinerwald auf die Hirschwand (640 m): Durch die senkrechte SO-Wand (B) und über den SW-Grat (A/B).

Talorte: Rossatz (225 m), St. Lorenz (205 m)

Zustieg: Auf der Donauuferstraße bis 1,3 km westlich von Rossatz. Hier zweigt ein Weg in Richtung "Hirschwand, Seekopf, Waldandacht" ab. Zunächst über eine Privatstraße dann zwei Kehren über eine Forststraße (erste Kehre kann abgekürzt werden) bis zur dritten Kehre. Nun blau bez. auf der Fortsstraße leicht ansteigend zum Rührsdorfer Kreuz und blau bez. weiter bis zur Abzwigung des Hirschwandsteiges (Tafel; ca. 2 Std. von der Donauuferstraße).

Anstieg: Rechts im Wald steil zu einem Kamm und nach re. (blau, grün) zur Hirschwand. An der Einmündung der über den SW-Grat führenden Normalroute (A/B; Tafel "Hirschwandsteig") vorbei auf Steigspuren entlang der Wand zum eigentl. Einstieg (Bez. "H.W.-Steig"). Nun durch einen kurzen Kamin (Trittstifte, B) und mittels Klammern weiter zu beginnender Stahlseilversicherung. Querung (B) nach re. und weiter wieder nach li. (B) zum Gipfel (Steigbuch).

Abstieg: Über den SW-Grat (A/B) absteigen und nun entweder über die Zustiegsroute zum Ausgangspunkt zurück oder aber gelb bez. über die Steinige Ries (Abzw. beim Kamm sw. der Hirchwand) nach St. Lorenz. Alternativ kann man auch über den Seekopf (671 m) zur Zustiegsroute wandern bzw. über den Meurersteig (steil) zur Donauuferstraße absteigen.

Material, Ausrüstung: Für die SO-Wand Klettersteig-Grundausrüstung empfohlen.

Kinder/Anfänger: Sehr gut geeignet.

Kommentar: Zwei ganz kurze Klettersteige auf die 25 m hohe Hirschwand verbunden mit ausgedehnter sehr schöner Wanderung durch den Dunkelsteiner Wald. Insg. für die ganze Familie geeignete und lohnende Halbtagstour (3-4 Std.).


** WIENERWALD

** MÖDLINGER KLETTERSTEIG (Klettersteig, A bis B+, Stellen C)

Mäßig schwerer Klettersteig am re. Ufer der Mödling über den Efeugrat.

Talort: Mödling (215 m)

Zustieg: Durch die Altstadt von Mödling und li. entlang der Bundesstraße Richtung Hinterbrühl nach Unterquerung des Aquädukts auf bequemen Promenadenweg bis direkt zum Einstieg. (Tafel, ca. 15 min. von der Altstadt)

Anstieg:Beginn der Versicherungen (durchwegs Drahtseilversicherung) dir. beim Promendandenweg. Über die Einstiegswand (C, tw. Klammern; diese Stelle kann auch unmittelbar re. auf einem Steiglein durch den Wald umgangen werden) nach re. (A) in eine kl. Scharte (hier mündet die Umgehungsvar ein). Über einen kleinen, aber einfachen Überhang (B) hinweg zur folgenden schrägen Rampe. Diese empor (B) zu einem schönen Quergang (B) . Nun zuerst links vom Grat, dann am Grat (A/B und A) entlang und schießlich absteigen (B) in eine Scharte zwischen den Flesformationen. (Fluchtweg/2. Zustiegsvariante zum/vom re. Mödling-Ufer gleich neben dem orig. Einstieg). Über den zweiten Felsaufschwung shr steil und beinahe überhängend, B/C, tw. Klammern) und weiter empor (B) zu einer ausgesetzten Querung (B) sowie über den folgenden Grat (A/B). Nun im Gehgelängde bis zum letzen gratartigen Felsaufbau. Über diesen (B und A/B) zum Ausstieg. (ca. 45 min vom Einstieg).

Abstieg:Weiter den Steigspuren aufwärts folgend gelangt man zum bez. Wanderweg von Mödling Ri. Burg Mödling. Diesen li. Ri. Mödling (zuletzt über Treppen (A-) steil abwärts) bis zum Mödling-Ufer folgen oder aber re. Ri BurgRuine Mödling.

Ausrüstung/Material:Komplettes Klettersteigset, Steinschlaghelm, ev. Kletterschuhe od. Bergschuhe mit Profilgummisohle.

Kinder: erster Teil bis zum Fluchtweg nur beding geeignet der restliche Anstieg gut geeigenet, jedoch unbedingt mit Seilsicherung.

Anfänger: Der erste Teil ist nur bedingt geeignet (Seilsicherung sehr empfelhlenswert), der zweite Abschnitt ist jedoch gut geeignet, wenngleich erste Erfahrungen auf einfachen Steiganlagen von Vorteil sind.



** HOHE WAND

* WAGNERSTEIG (Klettersteig, A)

Leichter versicherter Anstieg zum W. Eichert Haus bei der großen Kanzel (1052m).

Talort: Oberhöflein (550m)
Dorthin auch über (tw. mindergut) mark. Wanderweg von der Bahnstation Unterhöflein.

Zustieg: Vom nördl. oder östl. Ortsende von Oberhöflein den Markierungen (zunächst rot dann gelb) und Hinweistafeln folgend bis zur Vereinigung mit dem blau mark. Grafenbergweg (unschwieriger Wanderweg auf dir gr. Kanzel) und gemeinsam mit diesem etwa 20 bis 25 min. leicht ansteigend aufwärts (ausgedehnter schöner Föhrenwald !). Nun Abzw. Des gelb mark. Wagnersteiges (Tafel). Man steigt nun steiler werdend in Richtung Wandfuß bis man den Wandfußsteig erreicht. Hier beginnt die eigentliche Steiganlage.

Anstieg: Den gelben Wegzeichen folgend entlang einer Schutthalde und in Kehren zu den ersten Versicherungen. Über kleine Wandstuden (Stahleile, Leitern, A) dann rechtshaltend bis unter die steile Wagnerwand. Letzte Felsstufen (tw. vers., A) bringen einem auf das etwas ausgesetzte jedoch breite Wagnerbandl (A) das unmittelbar zum Ausstieg in der Nähe des W. Eichert Hauses führt. (80 bis 120 min. von Oberhöflein)

Abstieg od. Witerweg: Es gibt viele Wandermöglichkeiten am Hochplateau (z.B. Ri. Wh. Postl, Völlerin oder Ri. Waldeggerhaus). Ins Tal gelangt man am bequemsten über dem bem W. Euchert Haus beginnendem bl. Bwez. Grafenbergweg. Der Wagnersteig eingnet sich aber auch gut als Abstiegsweg oder man wandert leicht absteigend bis zum Hubertus Haus und benutzt den rot mark. tw. vers. Springlessteig (kurz A, Stellen 1-) zum Abstieg. Der rot mark. Wanderweg fürt bis zur Hst. Unterhöflein (tw. In der Ortschaft minder gut mark.)

Material/Ausrüstung: es ist keine Klettersteigausrüstung erforderlich.

Anfänger/Kinder: ausgezeichnete Eignung

Persönlicher Kommentar:Landschaftlich sehr schön. Von der kleinen Bahnstation Unterhöflein geht es fast stetig ansteigend bis ans nördl. od. östl. Ortsende von Oberhöflein, das sich sehr schön an die untersten Hänge der Hohen Wand schmiegt. Die Durchwanderung des ausgehdehnten Föhrenwaldes oberhalb der Ortschaft und der Anstieg bis zum Wandfußsteig nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch ist aber äußerst reizvoll. Der Anstieg selbst durch diesen Teil der Hohen-Wand ist landschaftlich beeindruckend und einfach. Ohne Versicherungen würden die klettertechn. Schwierigkeiten kaum den ersten Schwierigkeitsgrad übersteigen. Der Steig ist mit zahlreichen Versicherungen sehr gut abgesichert. Auch für Anfänger und Kinder daher rel. Einfach zu begehen. 


* SPRINGLESSTEIG (Klettersteig, A, Stellen 1-)

Leichter kurz versicherter Anstieg von Oberhöflein zum Hubertushaus (946m)

Talort: Oberhöflein (550m)
Dorthin auch über (tw. mindergut) mark. Wanderweg von der Bahnstation Unterhöflein.

Zustieg: Vom nördl. oder östl. Ortsende von Oberhöflein den roten Markierungen des Springlessteiges (Hinweistafeln: »Springlessteig« bzw. »Hubertushaus«) folgend (zunächst durch shr schönen Föhrendwald !) aufwärts bis man den Wandfußsteig quert.

Anstieg: Aufwärts bis zu den ersten Versicherungen (Stahlseilgeländer, A). Über einige Felsstufen (tw. Versichert, A, ganz kurze Stellen bis 1-) bis unter die Hochfallwand. Eine kurze Eisenleiter (A) und ein breites Felsband (A) bringen rechtshaltend zum Ausstieg am Hochplateau in unmittelbarer Nähe des Hubertushauses. (400 Hm, ca. 1.5 Std. von Oberhöflein)

Abstieg/Weiterweg: Viele Wandermöglichkeiten am Hochplateau. Z.B. über auf die große Kanzel beim W. Eichert Hau. Von dort bietet sich der Wagnersteig als schöner Abstiegssteig an oder aber auch der bl. bez.Grafenbergweg. Auch eine Wanderung zum Wh. Postl und der Abstieg über Frauenlucke (B) und/oder Völlerin (teilw. 1-, Stellen vers. A-) ist interessant. Eine ausgedehnte Wanderung bringt einem auch zum Waldeggerhaus (Naturfeundesteg, Waldeggersteig).

Material/Ausrüstung: es ist keine Klettersteigausrüstung erforderlich.

Anfänger/Kinder: ausgezeichnete Eignung


* VÖLLERIN (Klettersteig, 0-A, teilw. 1-)

Unschwieriger Anstig von Stollhof auf die Hohe Wand zum Wh. Postl (892m).

Ausgangspunkt: "Sonnenuhr-Parkplatz" bei der der ersten Kehre der Hohe-Wand-Mautstarße.
Zustieg: Der Bezeichnung "Völlerin" folgend (Auf Weg.Bez. grün achten!), über eine Wiese und Geröll zum Wandfuß. Hier Abzw. "Völlerin"
Anstieg: vom Parkplatz über die Wiese aufwärts und über Geröll unter die Wände des Milak-Klettergarten. Hier (etwas li.) Abzw. Des grün mark. Steiges »Völlerin« (Tafel). Weiter zunächst über Geröll und über kurze Versicherungen (A) bis man nach ca. 15 min eine kleine Felsschlucht erreicht. Ein Durchschlupf hinter einem Felsen bildet den Weiterweg und man erreicht die Abzw. des bl. mark. Frauenluckensteiges (B).
Die grünen Markierungen der Völlerin führen re. Weiter aufwärts und zuletzt in einigen Kehren (tw. Vers. A) zur Hochfläche in der Nähe des Wh. Postl (892m, ca. 40-60 min vom Parkplatz)
(Bei der letzten Kehre Abzw. eines Steigleins, das zum ÖTK-Klettergarten führt) 

Der gesamte Anstieg ist 
unschwierig: einige versicherte Stellen A, teilweise 1-

Abstieg: wie Aufstieg oder über andere bez. Wege. ACHTUNG: über die blau bez. Wegmarkierung gelant man li.-haltend vom Ausstieg der Völlerin zum"Frauenlukensteig" (B) (Vergleichsweise schwieriger Abstieg; Klettersteiggrundausrüstung sehr zu empfehlen!)

Material: Klettersteigset nicht erforderlich.

Anfänger, Kinder: sehr geeignet.


** FRAUENLUKENSTEIG (Klettersteig, B+)

Kurzer mäßig schieriger Anstieg auf die Hohe Wand von Stollhof aus.

Ausgangspunkt: s. Völlerin

Zustieg: wie Völlerin  bis zu markanter Engstelle (Durchschlupf hinter einem Felsen) folgend, dann links; bl. Pfeil am Einstieg unterhalb des
markanten Höhleneinganges.)

Anstieg: Mittels Klammern und Verstrebungen mäßig schwierig über die steile Wand empor (B+). Querung nach links (Stahlseil) zum Eingang des Höhlenschachtes (hier: Wandbuch). Nun die 15m hohe seknrechte Leiter etwas ansträngend (B+) zum Ausstieg. Über bl. bez. Weg zur Hochfläche und re.-haltend bis zur Vereinigung mit der Völlerin.

Absteieg: über Völlerin oder andere bez. Wege nach Stollhof.

Material: Klettersteiggrundausrüstung

Anfänger: recht gut geeignet, ev.jedoch Sicherungsseil!

Kinder: geeignet bei enstpr. Sicherung.
 


FLUCHTSAUGRABEN (unvers. Felsensteig, meist 1-, Stellen 1)

Relativ leichter aber tw. mühsamer Anstieg auf die Hohewand-Hochfläche unweit von Völlerin und Frauenlucke.

Ausgangspunkt: s. Völlerin

Zustieg: wie Völlerin  bis zum Wandfußsteig. Dort wenige Schritte auf diesem nach links bis zum Einstieg (Aufschrift FSG, Beginn der roten Punktmarkierung).

Anstieg:Über die ersten Felstufen den roten Farbzeichen folgend (1) in den den Fluchtsaugraben und diesen entlang (zumeist 1-, Stellen 1) Weiter oben aus dem Graben heraus nach re. und über schrofiges Gelände (1-) bis zum Ausstieg des Frauenluckensteiges aus dem Höhlenschacht. Nun gemeinsam mit diesem ohne weitere Schwierigkeiten auf die Hochfläche. (ca. 45-60 min vom Einstieg)

Material, Ausrüstung:Steinschlaghelm

Anfänger:gut geeignet. Ev. kurzes Sicherungsseil

Kinder: geeignet aber nicht allzu reizvoll. Recht mühsam.

Bemerkungen: Der Steig eignet sich auch für den Abstieg. Jedoch gestaltet sich dieser insb. im Graben sehr mühsam. Über längere Passagen erdig und mit Laub bedeckt. Permanente Rutschgefahr insb. bei Nässe. Daher nicht ungefährlich. Nur im untersten Teil kurze etwas ausgesetzte Passagen.


ÖTK KLETTERGARTEN

Klettergarten unweit des Ghf. Postel knapp unterhalb der Hochfäche der Hohem Wand

BLUTSPUR (Klettersteig, E und C-D, zu Beginn eine Stelle 3+)

Sehr schwieriger, kurzer Klettersteig im ÖTK-Klettergarten.

Zustieg: Von Stollhof über die Völlerin (A) bis zum ÖTK-Klettergarten kurz vor dem Erreichen der Hochfläche.
Abzw. Steigspuren nach re., an einer Sickerhöhle und dem Einstieg zur Wilden Völlerin (3-) vorbei bis zum Einstieg.

Anstieg: Über eine Kletterstelle (3-) zu beginnender Stahlseilversicherung und diese ansträngend (D) zur Hochfläche.

Material/Ausrüstung: Komplettes Klettersteigsett, Steinschlaghelm (Im gesamten Bereich des ÖTK-Klettergartens herrscht akute Steinschlaggefahr, insb. durch startende Paragleiter !!), Kletterschuhe von Vorteil!

Anfänger/Kinder: Ungeeignet


HTL-Klettersteig (Klettersteig, C-D/E, zu Beginn 3-, dann Stellen 1 und 2)

Sehr schwerer Klettersteig vom MILAK-Klettergarten zum ÖTK-Klettergarten

Zustieg: Wie zur Völlerin, am Wandfußsteig jedoch kurz nach re, bis zum Einstieg.

Anstieg: Die erste Seillänge ist nicht versichert ("Steig derzeit gesperrt"). Über sie in mäßig schwieriger Kletterei empor zu den ersten Versicherungen. Dann äußerst mühsam und schwer bis knapp unterhalb der Hochlfäche (durchwegs C und D) und in Kärze zum ÖTK-Klettergarten und zum Einstieg der Blutspur (D, 3+), die einem dir. auf die Hochfläche bringt.

Material/Ausrüstung: Komplette Klettersteigausrüstung, Helm, weiters ev. Einfachsel, SU-Schlingen, Expr. Schlingen, Kletterschuhe

Anfänger/Kinder: Absolut ungeeignet!!


* HANSELSTEIG (Klettersteig, A und A/B, eine Stelle B/C)

Interessanter mäßig schwieriger Klettersteig von Loderhof (505 m, nordöstl. von Stollhof) zum Hanselsteighaus (unbewirtschaftet) nahe dem Kohlröserlhaus(ca. 800 m).

Zustieg: wie bei Völlerin bzw. Frauenlucke nach Stollhof (459m) und von dort entlang der Straße nordöstl. Nach Loderhof. Hierher auch über Gaaden. Von Loderhof aus auf mark. u. beschildertem Weg (»Hanselsteig«) zunächst durch den Wald zuerst flach dann aber sehr steil werdend ansteigen zuletzt über ein Geröllsetiglein zum Einstieg.

Ansteieg: Über eine Rampe (beidseitig Stahlseilsicherung, A/B) linkshaltend aufwärts auf ein breites Felsband re. ins Karnitsch-Stüberl (Platz bei großer Nische mit Höhlenschacht). Nun unter Überhängen nach li. Queren (A) und über eine kleine Holzbrücke und weiter aufwärts zu einer kaminartigen Felsschlucht. Durch diese über eine kurze schräge Leiter und Verstrebungen (A/B) und eine längere leicht überhängende Leiter (B/C)durch den Hanselkamin. Aus der Schlucht heraus über Klammern und Stifte auf einen Absatz (A). Re. haltend und um eine Ecke queren (durch Holzbrücke »entschärft«) und in Kürze zum Ende der Versicherungen. In wenigen Minuten nun zum Hochplateau beim Hanselsteighaus. Entlang der Straße erreicht man in knapp 15 min das Kohlröserlhaus.

Abstieg/Weiterweg: Der Anstieg eignet sich auch gut als Abstiegsmöglichkeit. Oder über das Hergottschnitzerhaus (826 m) und dem mark. Wanderweg zurück nach Loderhof. Zu empfehlen ist auch eine Wanderung zum Wh. Postl und ein Abstieg über Völlerin (tw. Vers. A, Stellen 1-) oder Frauenlucke (B)/untere Völlerin (1-, kurze Stellen A) nach Stollhof.

Material/Ausrüstung: Insb. im Abstieg Klettersteiggrundausrüstung für die Durchsteigung der kaminartigen Schlucht brauchbar.

Kinder: prinzipiell ganz gut geeingenet. Ein kurzes Sicherungsseil ist sehr ratsam.

Anfänger:keine ganz einfache Steiganlage jedoch gut geeignet um erste Erfahrungen im steileren Felsgelände zu machen. Klettersteiggrundausrüstung od. Kurzes Sicherungssel sehr zu empfehlen.

Persönlicher Kommentar: Sehr reizvoller und beeindruckender Steig, den ich erstmals im Abstieg begangen hab. Insb. in Komb. Mit einem anderen Hohe-Wand Klettersteig(z.B. Frauenluckeoder einer Plateauwanderung -Überwquerung (zB. Zum Waldeggerhaus mit Abstieg durch die Gr. oder Kl. Klause nach Waldegg) ein schönes Unternehmen.


** WÄHRINGER-STEIG (Klettersteig, zunächst C, dann A und B)
(vormals: Toni-Baltzarek-Steig)

Kurzer aber sehr ausgesetzter, kühner und steiler Klettersteig.

Ausgangspunkt: Dreistetten (525m)

Anreise: mit der Bahn bis Hst. Dreistetten, von dort bez. Wanderweg Richtung Dreistetten bis Abzw. zur Einhornhöhle. Ebenso vom Bahnhof Ober Piesting auf großteils bez. Wanderwegen erreichbar.

Zustieg: von Dreistetten bzw. bei Abzweigung auf dem Wanderweg nach Dreistetten von der Bahn-Hst. auf bez. Wanderweg Richtung Einhornhöhle. Ca. 40 Hm aufwerts zu Weggabelung (Wegweise: Währingersteig) und in Kürze zum Einstieg.

Anstieg: Über die steile Einstiegswand mittels Stahlseil und Klammern sehr steil und ausgesetzt zunächst gerade (C) dann rechtshaltend (C) aufwärts schließlich wieder gerade aufwärts (C) zu Stand auf  auf  überdachten Band bei einer kleinen Höhle.(A) . Über das schmäler werdende Band zu einem Felszacken, der mit der Überdachung des Bandes eine höhlenartige Nische bildet (Wandbuch). Nun durch einen recht engen Durchschlupf  in die Wand hinaus (gute Tritte) zu äußerst ausgesetzter, kurzer Querung (B,  nur Stahlseil) zu einer senkrechten ca. 10m hohen Eisenleiter (B). Über diese in geneigterem Gelände (zunächst B) in einem Bogen (erst A/B dann A) zum Ausstieg.

Abstieg: Linkshaltend an Bankerln vorbei zu einer Weggabelung. Links auf versichertem Steig (A-) an der Einhornhöhle vorbei zuück  zum Wanderweg. oder jedoch:
Weiterweg: von der Weggabelung nicht zur Einhornhöhle absteigen sonderm auf rot bez. Weg oder über den in Kürze abzweigenden Drobil-Steig (A, blau bez.) zum Herrgottschnitzer-Haus. (30 min). Abstieg vom Herrgottschnitzerhaus über den Zischkasteig (kurz 1-) zurück nach Dreistetten.
Variante: Vom Herrgottschnitzerhaus über den Zischkasteig  zum Ganghofersteig (C).

Material: komplettes Klettersteigset, ev. ein Sicherungsseil

Anfänger: wenig geeignet und nur im Seilschaftsverband.
Kinder: kaum geignet, nur mit Sicherungsseil!


** NATURFREUNDESTEIG - Kleine Klause (Klettersteig, A und B, Stellen 1-)
 
  Anstieg von Dürnbach (477m) bei Waldegg (402m) auf die Hohe Wand in der Nähe des Waldeggerhauses (1000m). Auf ca. 60 Hm versichert.
 
Ausgangspunkt: Parkplatz bei Transformator-Häuschen im Dürnbachtal bzw. GH. »Nazwirt« kurz nach der Ortschaft Dürnbach.
Hierher auch auf mark. Weg entlang der Straße vom Bahnhof »Waldegg« aus.
 
Zustieg: vom Transformatorhäuschen auf grün/rot mark. Weg (Tafel!) aufwärts bis zur Abzw. des grünmark. Weges links. Diesen entlang bis zur Verweinigung desselben mit dem rot mark Wanderweg von GH Nazwirt. Gemeinsam mit diesem weiter aufwärts bis zu den ersten Versicherungen (ca. 30 min vom Transformatorhäuschen).
 
 Anstieg: Über eine Wandstufe hinweg (Klammern A+, Vereisungsgefahr !) in eine Felsrinne (Klammern, Griffeisen, B) zu einer Nische mit Steigbuch. Links hinaus in einen Geröllkessel und damit zum Ende der versicherungen. Nun die Schlucht bzw. deren grabenartige Frortsetzungs empor (Stellen 1-) entlang des mark. Weges bis an die Hochfläche ansteigen. Über eine große Lichtung gelangt man in Kürze zur Hohen-Wand-Straße. Auf dieser weiter in nö. Ri. zu bl. Bez. zum Waldeggerhaus (1000m). Ca. 1.5 h von Dürnbach.
 
 Abstieg: Entweder über die Krumme Ries (Beginn der grünen Wegmarkierungen etwas südl. des Waldeggerhauses, Tafel) oder über den Waldeggersteig (Große Klause). Der Naturfreundesteig eignet sich auch gut als Abstiegsweg, wenngleich kurz etwas schwieriger als der Waldeggersteig.
 
Material/Ausrüstung:Klettersteiggrundausrüstung nicht zwingend notwendig aber bei Bedarf empfehlenwert (insb. im Abstieg oder bei schlechten Bedingungen).
 Kinder/Anfänger: sehr gut geeigenet, jedoch mit kurzem Sicherungsseil.


** WALDEGGERSTEIG - Große Klause (Klettersteig, A)
 
 
 Einfacher aber sehr reizvoller Anstieg von Dürnbach (477 m) durch die große Klause zum Waldeggerhaus (1000 m).
 
 Ausgangspunkt:Dürnbach - Ortsmitte bei der Abzw. einer asphaltierten Privatstraße.
 
 Zustieg: Die Privatstraße bis zur ersten Kehre empor. Hier Abzw. des blau bez. »Waldeggersteiges« und auf diesem in Kürze zu den ersten Versicherungen.
 
Anstieg: Durch die Schlucht über mehrere vers. Felsstufen (Leitern, A, eine Stelle A+) in den Saugraben. Durch Wald unschwierig bis zum Waldeggerhaus (1.5 - 2 h von Dürnbach)
 
Abstieg: über die grün mark. »Krumme Ries« beginend etwas südl. des Waldeggerhauses oder lohnender über den Naturfreundesteig (kl. Klause).
 
Material/Ausrüstung: Es ist keine Klettersteigausrüstung zwingend notwendig.
 
 Kinder/Anfänger: sehr gut geeignet, ev. Mit kurzem Sicherungsseil.
 
  Persönlicher Kommentar: Der Anstieg zählt gewiß zu den schönsten Steigen der Wiener Hausberge und bildet mit dem Naturfreundesteig eine ideale Kombination. Auch eine Plateauüberschreitung unter Einbeziehung eienes anderen Hohe-Wand Steiges wird zu einem schönen Unternehmen verhelfen. 
 
 


*** SCHNEEBERG
 

** HERMINENSTEIG (1+, Stelle 2-)
Landschaftlich großartiger Anstieg vom Mieseltal auf die Hochfläche des Schneeberges in der Nähe des Damböckhauses.
Der Anstieg besteht aus zwei Teilen, dem unteren  (1, Stelle 2-) und dem oberen Herminensteig (Stellen bis 1+), die auch getrennt voneinander begangen werden können.

Ausgangspunkt: Schneebergdörfl (719 m), ca. 4km vom Bahnhof Puchberg/Schneeberg entfernt.

Zustieg: Man verfolgt die gelbe Markierung ins Mieseltal bis zur Abzweigung des Herminensteiges (Tafel, ca. 30 min vom Schneebergdörfel). Nun relativ steil durch den Wald li. neben einem Schotterfeld bis zu einer Felswand empor über der eine Schlucht erkennbar wird. (Bez. "Herminensteig, 1884").

Anstieg: Über die Felsstufe empor (1+) in eine Nische und über ein grasiges Band nach re. (1), sogleich aber wieder nach li. in den Schluchtgrund hinüber (WB: Stempel - Puchberger Wandernadel, Route 13).
Nun setzt li. eine steile, rißartige Rinne (2-) an, die auf ein schmales, bald aber breiter werdendes Band (1) führt. Diesem folgend betritt man wieder die Schlucht. Nun noch ein Stück die Schlucht empor, dann aber nach re. in den Wald und ohne weitere Schwierigkeiten bis zum nördl. Grafensteig empor (2,5 Std. vom Schneebergdörfl)
Man verfolgt den nördl. Grafensteig ca. 15 min nach re. bis vor der nächsten markanten Geländekante der obere Herminensteig abzweigt, der auf die Hochfläche führt. Will man jedoch ins Tal absteigen, so noch weiter entlang des nördl. Grafensteiges bis zur Abzw. des bez. Schneidergrabens, der am raschesten ins Tal zurückführt.
Steigt man allerdings über den oberen Herminensteig weiter an, so geht es zunächst in Kehren durch lichten Kampfwald und Latschen in Kehren empor, dann mühsam über Schutt bis zu den ersten Felsen. Mit einigen Abweichungen entlang des blockigen Gratverlaufes (Stellen bis 1+, Markierung beachten!). Höher oben wird einem turmartigen Felsblock re ausgewichen. Schließlich von einer Scharte kurz nach li, und gerade zum Franz-Josef-Steig empor, der li. zum Hotel Hochschneeberg (Zahnradbahn-Bergstation) führt. Geradeaus aber gelangt man in Kürze auf die Hochfläche in der Nähe des Damböckhauses. (ca. 1,5 bis 2 Std. vom nördl. Grafensteig).

Abstieg: Am schnellsten über den blau bez. Schneidergraben ins Schneebergdörfl zurück oder über die Station Baumgartner der Zahnradbahn zum Kaltwassersattel und durch das Mieseltal zurück (2-3 Std.)

Material/Ausrüstung: es ist i.a. keine Kletterausrüstung erforderlich, ev. kurzes Sicherungsseil insb. im Abstieg.

Kinder/Anfänger: Seilsicherung mittels kurzen Sicherungsseiles empfehlenswert. Der gesamte Anstieg ist sehr lang und teilw. mühsam!

Kommentar: Lohnender Anstieg auf den Schneeberg, der nette i.a. leichte Kletterstellen aufweist. Teilweise etwas brüchig und daher nicht ungefährlich! Die Kletterstelle des unt. Herminensteiges kann auch durch den Wald umgangen werden (insb. im Abstieg).


* Unterer Schneidergraben (1-)

Seichter Waldgraben, vor allem im oberen Teil durchwegs viel Geröll und Schutt. Stellt eine ideale Abstiegsvariante vom Grafensteig ins Schneebergdörfl dar.
Bei Schneelage u.U. gefährlich. Bei günstigen Verhältnissen mit Skiern befahrbar.

Ausgangspunkt/Talort: Schneebergdörfl bei Puchberg am Schneeberg

Anstieg: Vom Schneebergdörfel an der Abzw. des Zustieges zur Breiten Ries beim Schwabenhof vorbei und geradeaus am Waldrand bis zu einer Quelle. Nun dem bl. bez. Weg durch den Waldgraben zumeist am linken Grabenrand höher oben meist über Geröll bis zum nördl.Grafensteig.

Abstieg: Den Grafensteig Ri. Station Baumgarner zum Kaltwassersattel und über das Mieseltal zum Ausgangspunkt zurück.

Material/Ausrüstung: keine Kletterausrüstung; jedoch feste hohe Bergschuhe.

Kinder/Anfänger: gut geeignet

Kommentar: Rascher Abstiegsweg vom nördl. Grafensteig ins Schneebergdörfl durch einen Waldgraben und unten an schönen Weiden am Waldrand bis ins Scheeberdörfl.

* Oberer Schneidergraben (1-)

Obere Verlängereung des unteren Schneidergrabens. Karähnliche Schlucht, die auf die Hochfläche in der Nähe des Damböckhausesführt.
Bei Schneelage oder ungünstigen Witterungsverhältnissen äußerst gefährlich. Bei günstigen Verhältnissen mit Skiern befahrbar.
War früher blau markiert.

Zustieg: Über den unteren Schneidergraben oder über das Mieseltal und den nördl. Grafensteig.

Anstieg: Vom nördl. Grafensteig (Tafel mit Warnung) in den Talhintergrund hinein zwischen den von re. und li. herabziehenden Schuttfeldern zu isolierten Wandeln. Gerade aufwärts zu einem Türmchen. Um dieses herum und neben einer Schttrinne zu höher gelegenen Felsen. Schräg re. zum Plateaurand nahe dem Damböckhaus.

Abstieg: Am einfachsten über das Hotel Hochscheeberg zur Station Baumgarner zum Kaltwassersattel und über das Mieseltal zum Ausgangspunkt zurück.

Material/Ausrüstung: keine Kletterausrüstung; jedoch feste hohe Bergschuhe

Kinder/Anfänger: bedingt geeignet. Weg ist nicht mehr markiert.


** Novembergrat (meist 1- bis 1 zwei Passagen bis 2)

Ungesicherter Anstieg auf der unmittelbar an den Schneidergraben angrenzenden Gratrippe zur Hochfläche. Eine rote Punktmarkierung weist von der "Sitzstatt" am Grafensteig den Weg. Der Anstig zum Grat ist auch vom Schneidergrab aus möglich, jedoch stark mit Latschen verwachsen und schwer auffindbar.

Zustieg: Durch den unteren Schneidergraben bis zum Grafensteig. Auf diesem nach re. zur Sitzstatt, wo die rote Punktmarkierung beginnt Oder aber man überquert überquert de n Grafensteig und steigt durch den oberen Schneidergraben weiter, bis man zu einer breiten Latschengasse gelangt. Diese rechts aufwärts auf den Gratrücken in Ri. eines markanten von weiten sichtbaren kegelförmigen Turmes neben dem ein kleiner Turm aufragt. Dort trifft man auf die rote Punktmarkierung.

Anstieg: Entlang bzw. re. des Grates der Punktmarkierung folgend (1- bis 2) auf die Hochfläche.

Material/Ausrüstung: Alpine Grundausrüstung, feste hohe Bergschuhe.

Kinder/Anfänger: geeignet ab etwa 14 J; kurzes Sicherungsseil.

Abstieg: am raschesten durch den Schneidergraben oder aber über die Hst. Baumgartner.


** NANDLGRAT (1- bis 1)

Landschaftlich lohnender Anstieg auf breitem Gratrücken von der Ferdinand-Bürkle-Rettungshütte auf den Nordrücken des Kaisersteins.

Talort: Schneebergdörfl bei Puchberg am Schneeberg

Ausgangspunkt: Ferdinand-Bürkle-Rettungshütte am nördl. Grafenstig. Hierher gelangt man vom Schneebergdörfl auf bez. Weg Richtung Breite Ries (ca. 2h vom Schneebergdörfl).

Zustieg: Afwärts zur Hasenriegelhütte, ab hier blau bez. über einen Kamm und einfache Schrofen zu den ersten felsigen Gratbidungen.

Anstieg: Zunächst in eine Scharte hinab und nach re. unter niedrigen Wänden zu einem Parallelgrat. Durch die folgende gestufte Rinne in eine Nische. Von hier zunächst re. des Grates dann auf diesem sowie über kleine Felsstufen zu einem Wandl. In einer re-li-Schleife auf den Grat, der hier bereits zu einem breiten Rücken wird.In Kehren über Schutt auf einen Absatz (Steigbuch). Über den steilen Rücken bis zu einer turmartigen Felsbildung und von dieser in eine Scharte hinab. Von dieser über Schrofen re hinaauf, bis man die Hochfläche betritt.
Über den Nordhang des Kaisersteins gelangt man in Kürze zur Fischerhütte bzw. auf das Klosterwappen (2076m).

Abstieg: a) zum Hotel Hochschneeberg und dann zur Station Baumgartner absteigen. Nun zum Kaltwassersattel und von diesem nach li. gelb bez. durch das Mieseltal ins Schneebergdörfl zurück.
b) über den oberen Herminensteig (1+) absteigen. Nun entweder über den unteren Herminensteig (2-) oder den unteren Schneidergraben (1-, Geröll) ins Schneebergdörfl zurück

Material/Ausrüstung: Es ist i.a. keine Kletterausrüstung erforderlich.

Kinder/Anfänger: Absolute Trittsicherheit erforderlich. Teilweise etwas ausgesetzt. Sicherungsseil empfehlenswert.

Kommentar: Schöner und relativ einfacher Anstieg der einen relativ rasch die Fischerhütte bzw. das Klosterwappen erreichen läßt. Im Gesamten lohnend.


** Fadensteig (1-)

Beliebter und lohnender Anstieg durch die Fadenwände von der Sparbacherhütte zur Fischerhütte.

Talort: Losenheim (871 m) bei Puchberg am Schneeberg

Zustieg: Von Losenheim auf den grünen Rücken des Fadens zur Sparbacherhütte (1248 m). Dann durch Wald, später Latschen und Schutt einem Kamm folgend zum Einstieg.

Anstieg: Unter Wänden re. zu einer Schlucht. Diese empor und weiter re. auf einen Kamm. Diesen überqueren über ein Schuttfeld bis unter die folgende glatte Wand. Nach re. in eine steile grasige Rinne. Durch sie an den oberen Rand der Fadenwände. Oberhalb dieser über eine steile dann sich verflachende Abdachung zur Fischerhütte (2049m).

Abstieg: wie Anstieg oder Ri. Kuhschneeberg und über den Fadenweg nach Losenheim zurück.  

Marerial/Ausrüstung: Es ist i.a. keine Kletterausrüstung erforderlich.

Kinder/Anfänger: Bedingt geeignet. Absolute Trittsicherheit erforderlich. Sicherungsseil empfehlenswert.



*** WEICHTALKLAMM (Klettersteig A/B und 1-)

Beeindruckender Anstieg durch die vom Weichtalhaus (547m) (oberhalb von Kaiserbrunn an der Schwarza) durch sich aneinanderreihende Klammen zur Kientalerhütte direkt unterhalb des Turmsteins (Turmsteingipfel: 1416 m)

Ausgangspunkt: Weichtalhaus (Bushaltestelle, Parkplatz). Hierher mit der Südbahn und Bus oder mit dem PKW von Gloggnitz über die Bundesstraße durchs Höllental bis etwas über Kaiserbrunn hinaus. Am besten aber bei Anreise mit der Bahn mit dem Fahhrad vom Bahnhof Payerbach-Reichenau ins Höllental direkt zur Weichtalhütte.

Anstieg: Vom Weichtalhaus der Markierung in die Klamm folgend sofort zu den ersten Versicherungen (A-, völlig harmlos) und hinein in einen Graben, der nach ca. 25 min Gehzeit zu einer sich verengenden Schucht wird Der Anstieg erfolgt immer dem Bett eines im unteren Teil oft recht ausgetrockeneten oder kaum wasserführenden Baches. Nun durch sich aneinanderreihende Klammen hindurch, immer dem Verlauf des Wasserlaufes (oben oft Nässe, Rutschgefahr!) oftmals im Bachbett oder dieses immer wieder querend, diesem folgend
sind einige Kletterstellen (1-) und kleinere Wandstufen (meist A, zwei Stellen B, Ketten, Leitern, Tritteisen) zu überwinden. Über eine der oberen Wandstufen ergießt sich, wenn derBach entsprechend viel Wasser führt, ein kleiner Wasserfall über eine kleine Felsstufe (gut versichert, A/B, Rutschgefahr!). Ohne große Schwierigkeiten erreicht man eine Forstraße, in die etwas unterhalb der Ferdinand-Mayr-Weg (ebenfalls vom Weichtalhaus, 0+) einmündet. Nun verfolgt man die Forstraße wenige Meter, bis der mark. Weg zur Kientalerhütte an der Jakobsquelle ansetzt.
Diesen folgend zunächst über etwas felsiges Gelände dann durch steileren Wald und zuletzt auf einem schönen bewaldeten Rücken direkt zur Kientalerhütte.
Hier beginnt neben der WC-Anlage der Hütte direkt der versicherte Aufstieg auf den sich neben der Hütte aufragenden Turmstein (Kletterfelsen mit vers. Steiganlage C, ca. 10 min. zum Gipfel). In ca, 1.5 - 2 Std. ist der Schneebergipfel (Klosterwappen, 2076m) erreichbar-

Abstieg: Wie Anstieg oder über den bez. Ferdinand-Mayr-Weg ab der Jakobsquelle zum Weichtalhau (ca. 1,5 Std.)

Material/Ausrüstung: Gute Trekking- oder Bergschuhe (Rutschgefahr in der Klamm!), Klettersteigausrüstung nur für den Turmsteinklettersteig (C).

Kinder/Anfänger: Sehr gut geeignet. Kurzes Sicherungsseil hilfreich.


** TURMSTEIN (Klettersteig C)

Der neben der Kienthalerhütte (1380m) etwa 40 m aufragende Felsgipfel ist ein krönender Höhepunkt eines Anstieges aus dem Höllental oder einer Umrundung des Schneeberges über die beiden Grafesteige. Auch im Auf- oder Abstieg zum/vom Klosterwappen ins Höllental kann er noch als lohnder kurzer Klettersteig sozusagen mitgenommen werden und für ein kleines, nettes Kletterabenteuer sorgen. Trotz der geringen Höhe von nur 40m und kurzen Kletterzeit solle dennoch auf eine Klettersteigausrüstung nicht verzichtet werden.

empfohlener Ausgangspunkt: Jakobsquelle unmittelbar oberhalb des Ausstieges aus der Weichtalklamm (Wegkreuzung mit dem Ferdinand-Mayr-Weg).

Zustieg: Von der Quelle auf mark. Wanderweg zunächst etwas felsig dann durch den Wald auf den vom Turmsteingipfel herabziehenden bewaldeten Rücken. Etwas höher oben erblicktz man schon den Turmsteingipfel. (Dieser ist auch bereits vom F. Mayr Weg unterhalb der Quelle gut sichtbar.)
In weigen Minuten am Turmstein unten vorbei und zur Kienthalerhütte. Von dort an die Ost-Kante des steil aufragenden Turmsteins.

Anstieg: Über die Einstiegswand (B, Tritteisen, Kette) empor. In einem Bogen (A/B) zu einer 5m hohen Verschneidung (Schlüsselstelle, C, mit Klammern, Kette gut gesichert). Durch diese zur Gratkante empor. Über die sich zurücklehnende Gratkante (zunächst noch kurz B dann A) auf den Turmsteingipfel. (10-15 min von der Kienthalerhütte).

Abstieg: Nur über die Ansteigsroute (C) möglich!

Hinweis: Die übrigen auf den Turmstein führenden Kletterrouten sind oft brüchig und werden fast nicht mehr begangen. Von einem zweiten, alten Klettersteig auf den Turmsteig sind kaum noch Spuren zu finden.

Material, Ausrüstung: Klettersteigausrüstung

Kinder/Anfänger: Nur sehr bedingt geeignet. Erfahrung auf Klettersteigen im SG. B erforderlich, um sich an diesen Klettersteig heranzuwagen. Daher nichts für absolute Anfänger. Für Kinder ist zusätzliche Seilsicherung zu empfehlen.

 



*** RAXALPE

** ALPENVEREINSSTEIG (Klettersteig, A/B, Stellen B) 

Äußerst langer Steig über den höchsten Teil der Loswand zur Höllentalaussicht auf dem Raxplateau.
Zu Beginn eine 60 m hohe eindrucksvolle Leiterkonstruktion. Viel Gehgelände. Teilweise ausgesetzt.
Querung einiger Steilrinnen (ev. Schneelage! -> Pickel und Steigeisen erforderlich.)Zustieg: Über die Schönbrunnerstiege (A) ins große Höllental bis in den Talgrund stets in Richtung "Gaislochsteig"
(orange) bis dieser re. über ein Schotterbett abzweigt. Zustieg (blau) nun über Geröllfelder zm Eistieg (Tafel, Eisenleiter).

Ansteig: Über die 60m hohe Leiterkonstruktion in Kehren (Plattformen an den Umkehrstellen) über die erste Steilstufe.
Rechtshaltend, mehrere Rinnen querend, vereinzelt verichert (A/B, A), letztlich über eine Rampe mit Tritteisen (B) bis zur Leiter vor der Elsa-Rast. Hier zweigt re. der Gustav-Jahn-Steig (B+) Richtung Gaislochsteig ab.
Über die Leiter (B) (WB.), ausgesetzt re., eine Rinne querend (A). Gehgelände(schrofig) u. über einen Kamm dann li.
über kleine Wandstufen (B) zum Turmaufbau der Höllentalaussicht, die man in deiner Schleife (A/B) ersteigt.

Weiterweg/Abstieg: In ca. 30min zum Ottohaus. Von dort über den "Praterstern" Ri. Wachthüttelkamm. Entweder
den Wachthüttelkamm folgend zurück (A) oder über den Teufelsbadstubensteig (A-B) oder auch den Preintalersteig (1-, 1)
ins große Höllental absteigen, der sich auch für einen Aufstieg auf den Wachthüttelkamm bzw Ri. Ottohaus bestens eignet. (Dann ev. Abstieg über AV-Steig). Weitere Abstiegsmöglichkeit über den Gaislochsteig (A, B)

Material: Klettersteiggrundausrüstung, Steinschlaghelm, bei Schneelagen in den zu querenden Rinnen Steigeisen und Pickel.
Anfänger: geeignet, ev. kurzes Sicherungsseil

Kinder: bedingt geeignet


** TEUFELSBADSTUBENSTEIG (Klettersteig, A-B)
 

Rel. leichter, lanschaftl. schöner Klettersteig. Auch für den Abstieg vom Wachthüttelkamm ins gr. Höllental geeignet.
So erfolgt auch die Beschreibung.

Zustieg: Vom Ottohaus über den Praterstern Ri. Wachthüttelkamm und weiter bis zur Abzweigung des Teufelsbadstubensteiges (Tafel).
Will man ihn im Aufstieg begehen (klettertechn. interessanter als AV-Steig), so durchs große Höllental hindurch bis zur Abzweigung (li.)
Teufelsbadstubensteig (Tafel).

Abstieg: Über einen schmalen Steig abwärts zur Einmündung des Preintalersteiges. Überquerung einer großen Geröllrinne in einigen
Kehren. Am li. Rand dieser unter eine überhängende Wandstufe Kurze versicherte Querung zu kaminartiartiger Rinne (B) und gerade
abwärts. Kurze Querung (Gehgelände). Über einen Absatz (A/B, A) re. über eine ausgestzte Querung unter eine überhängende Wand.
Eine Eisenleiter führt in den beeindruckenden Teufelsbadstunbenkessel. Querung in schroffiges Gelände re, dann li u. nun re. abwärts
über eine kurze Leiter in die rampenartige Ausstiegsrinne (B, A/B).

Weiterweg: (a) durchs gr. Höllental zurück Ri. Weichtalhaus. (b) über Alpenvereinssteig oder Gaislochsteig Anstieg auf die Hochfläche zurück.
Wird der Teufelsbadstubesteig im Aufstieg begangen so entweder über den Wachthüttelkamm aufsteigen Ri. Praterstern/Ottohaus oder ins Höllental/Weichtalhaus absteigen.
 



  ** Ernst-Graf-Hoyos-Steig (A/B)

Schöner, rel. einfacher Anstieg durch die Klobenwand. Dient auch als Zustieg zum Habsburghaus.

Charakteristik: Einfacher Klettersteig (A/B) mit viel Gehgelände, 1101 Höhenmeter vom Weichtalhaus bis zum Klobentörl, davon etwa 500 Höhenmeter versichert.

Zustieg: Ins große Höllental (Schönbrunnersteig, A) in Ri. Gaisloch. Noch vor der Abzweigung des Teufelsbadstubensteiges über die Loswand, zweigt re. der Hoyos-Steig ab. Auf auf die andere Talseite und hinauf zum Wandfuß der Klobenwand an den unteren Rand eines Felskessels (Geröll, anstrengend).

Anstieg: Ansteigende Querung über die ausgesetzte Einstiegswand ohne größere Schwierigkeiten hinweg (A/B) und die folgene Leiter (A). Nach rechts ansteigend über großteils Gehgelände (Stellen A) dann in Serpentinen hinauf zu einer versicherten Rinne (A/B). Durch sie hinauf in ein Schartl (schöner Blick ins Höllental). Kurz absteigen und über die folgende leicht ansteigende Querung tw. auf Platten (A und A/B) zu einer flachen Leiter. Eine Geröllrinne queren (Steinschlaggefahr!) zu einer Felsecke. Um diese herum und über eine Rampe (A) zu weiterer Geröllrinne. Querung der Rinne zu ausgesetzter Platte (A/B) in den Wald. Nun steil etwa 250m im Gehgelände durch den Wald zur Kammhöhe. Nach li. hinter einen Turm vorbei (kurz A) hinauf Ri. Klobentörl und zum bez. Rudolfsteig.

Abstieg: am raschesten, aber auch sehr steil und unangenehm über den Rudolfsteig (Stellen 1- und A) ins Höllental zurück.

Material/Ausrüstung: Klettersteiggrundausrüstung und Steinschlaghelm!

Anfänger: gut geeignet, ev. kurzes Sicherungsseil

Kinder: bedingt geeignet, ab etwa 12J, nur mit Seilsicherung


** PREINERWAND-STEIG (Klettersteig 1 und A/B, eine Stelle B)

Normalanstieg über die rechte Seite der Preinerwand auf den Preinerwandgipfel.

Charakteristik: Lohnender, sehr aussichtsreicher Anstieg auf den Preinerwandgipfel. Einige ungesicherte Kletterstellen erreichen den ersten Schwierigkeitsgrad. Zwei Passagen sind versichert: Die untere durchwegs A bis A/B ist problemlos, die obere (meist A/B) führt über ein Band und einen abdrängenden Felsblock (einzige Stelle B). Der Ausstieg erfolgt über einen kurzen nicht versicherten Kamin und eine ganz kurze gut gestufte Wandstufe, die keine Versicherungen aufweisen (max. 1).

Zustieg: Von Prein (gleich in der Nähe der Kirche) aus auf der Straße Ri. Preinergscheid zweigt eine rote Markierung "Griesleiten" ab. Diese verfolgt man und trifft auf eine Asphaltsraße, die man weiter verfolgt. Bei Orientierungstafeln höher oben auf rot/gelb bez. Weg weiter. Über steileren Waldweg und Forstsraßen weiter hinauf, bis zu einer Wegkreuzung mit einer querführenden Forststraße auf etwas über 1000m. Hier rot bez weiter Ri „Preintaler Holzkenchthütte“ mit der die Neue Seehütte gemeint ist, zunächst durch einen Graben ansteigend zum Bachinger Bründl (Quelle, im Spätsommer nur mehr wenig ergiebige Quelle von jedoch hervorragender Qualität). Hier zweigt li. der mühsame Aufstieg durch die Preiner Schütt (Holzkenchtsteig) ab, der auch den Zustieg zum Haidsteig vermittelt. Re. geht es zum Preinerwandsteig empor.

Anstieg: Durch sich lichtenden Wald in die Latschenzone. Etwas Geröll erschert den Anstieg, der jedoch gut trassiert und ausgetreten ist. Vorbei an einer ausgehöhlten Wandstufe einen Schuttstreifen li. hinauf auf einen schuttbedeckten Rücken. Über Schutt durch eine weitere Rinne zu einer erstmals versicherten Steifstufe (bis hierher Stellen meist 1- bis max. 1), das auf einen kurzen Grat bringt (durchwegs A/B, keine gröberen Schwierigkeiten). Über diesen zu grasdurchsetzter Abdachung an den Fuß der re. Gipfelwand. Hier beginnen wieder Sicherungen, die über ein Band (A/B) und einen ausgesetzten, etwas abdrängenden Block (Stahlseil und ein Tritteisen, B) auf ein höheres Band leiten. Weiter nach re. um ein Eck auf schuttbedeckte Plattenhänge (1-) zu einem ganz kurzen Kamin (1-). Durch diesen zum kurzen gutgestuften Schlußwandl (max. 1), das unmittelbar auf die Hochfäche führt. Mit wenigen Schritten erreicht man den Preinerwandgipfel (1783m, Gipfelkreuz).
Der Anstieg ist tw. steinschlaggefährdet!

Abstieg: Ri. NW in Kürze zur Seehütte. Vor dieser zweigt der Steig durch die Preiner Schütt (Holzknechtsteig) ab. Über Geröll, Schutt, tw. auch erdig, sehr rutschig und nicht ganz ungefährlich hinab (wenige Felsstellen bis 1-, brüchig). Querung nach li. unter die Preinerwand vorbei am Einstieg des Haidsetiges (schwerer Klettersteig, D) und in den Wald zurück bis zum Bachingerbründel. Weiter Abstieg wie Aufstieg. In der Preiner Schütt und der anschließenden Querung Steinschlaggefahr!
Im gesamten Abstieg über die Preiner Schütt Rutsch und Sturzgefahr! Die markierten Steine sind nicht immer ganz leicht zu finden. Wegführung ändert sich durch stetige Geländebewegung. Alten, tw. auch übermalten Markierungen nicht folgen! Nichts für ungeübte Geher.

Abstiegsvarianten: Törlweg, Göbl-Kühn-Steig, Waxriegelsteig.

Material, Ausrüstung: Steinschlaghelm im gesamten Anstieg an der Latschenzone und Klettersteiggrundausrüstung für die ausgesetzte Querung am Band und abdrängenden Felsblock. Im Abstieg über die Preiner Schütt unbedingt gute, hohe und feste Bergschuhe sowie Steinschlaghelm.

Kinder/Anfänger: Für Kinder ab 12 J. bedingt geeignet (müssen geübt sein) und nur mit zusätzlichem kurzen Sicherungsseil. Für Anfänger gut geeignet bei Führung durch klettersteigerfahrene Begleitung (allenfalls kurzes Sicherungsseil).


* STEINWANDKLAMM (Klettersteig A-) und RUDOLF-DECKER-STEIG (B)

Landschaftlich einmalige und lohnende einfache für jedermann zu begehnde Steiganlagen. Naturdenkmal des Landes Niederösterreich.

Talort: Weißenbach a.d. Triesting (362m)

Zustieg: Vom Bh. Weißenbach über Schromenau in den Steinwandgraben bis zum Ende des Tales (Jausenstation u. Parkplatz;ca. 10 km vom Bahnhof). Nun der blauen Markierung in die Steinwandklamm folgend bis man nach wenigen Minuten den Eingang zur Klamm erreicht (kleine Hütte; Kassa für erhaltungsbeitrag (ATS 10,--))

Anstieg: Dur die landschaftlich einamlige Klamm über Treppen und Brücken hinweg (A-) zu Weggabelung (Tafeln, Bankerl). Hier zweigt li. der Rudolf-Decker-Steig ab.
Re. gelangt man der Klamm folgend (Stellen A-) und durch Wald zum Türkenloch (15 m lange Durchgangshöhle, Drahtseil, Holzsiege: A) auf die Hochfläche und in Kürze zum Gh. Jagasitz.
Folgt man jedoch dem ebenso durchgehend bez. Rudolf-Decker-Steig ab der Weggabelung so steigt man zunächst über eine kleine Wandstufe an, die mitels einer Leiter (A) überwunden wird. Über Holzstiegen (A-) gelangt man zum dahinter liegenden hohen Felsaufbau (Tafel). Hier zweigt li. eine Umgehungsvariante (A) ab. Über die nun folgende senkrechte Leiter (B) jedoch gelangt man direkt ins Wildschützenloch. Durch dieses (meist Nässe, rutschig: A) schräg nach links wieder absteigend (Vorsicht!; Vers. A+) zur Verweinigung mit dem Umgehungssteig. Nun durch ein Felsentor (A) hindurch zu niedrigem 10m Felstunnel. Durch diesen zu kurzem einfachen Ausstiegskamin (A). Nun durch den Wald nach re. (Steinschlaggefahr!) zur Brammertz-Rast und über eine einfache Leiter (A) zur Vereinigung mit dem Normalweg durch die Steinwandklamm. Nun über Holzsteigen (A-) zum Eingang ins Türklenloch (15-m Höhle, A) und durch diese auf die Hochfläche und zum Gh. Jagasitz.

Abstieg: am besten wie eine der Anstiegsvarianten.

Material/Ausrüstung: Über den Rudolf-Decker-Steig Klettersteig-Grundausrüstung falls das Wildschützenloch bestiegen wird anzuraten.Weiters ev. Steinschlaghelm.

Kinder: haben Spass auf diesen Anstiegen. Kurzes Sicherungsseil und Klettersteig-Ausrüstung wenn der Rudolf-Decker-Steig begangen wird.

Anfänger: Sehr gut geeignet. Über den Rudeolf-Decker-Steig allenfalls Seilsicherung.

Bemerkungen: Steiganlage für Jung und Alt durch ein Naturdenkmal des Landes Niederösterreich. Landschaftlich einmalig. Sehr lohnend.


 

(c) DIPS, Harald Sackmaier * Seite zueltzt aktualisiert am 09.09.06