![]()
Nach dem allgemeinen Muster der Feldtheorie ersetzen wir die Impulse durch die partiellen Ableitungen nach den Koordinaten und entsprechen so den Vertauschungsrelationen von Ort und Impuls.
![]()
Die Gleichung
, also die Impuls-Zwangsbedingung
![]()
ist der quantenmechanische Ausdruck für die Kovarianz in den Flächen t=
const., d.h. für die Invarianz der Theorie unter 3-dimensionalen Diffeomorphismen in
. Führen wir die Ersetzung durch, erhalten wir aus der
Gleichung
eine formale Differentialgleichung
zweiter Ordnung, die Wheeler-deWitt Gleichung
![]()
In ihr kommt zum Ausdruck, daß die Gesamtenergie eines geschlossenen Universums verschwindet. Die Gleichung hängt mit der Reparametrisierungs-Invarianz der Theorie zusammen. Der Quantenzustand eines Systems ist repräsentiert durch das Wellenfunktional
![]()
ein Funktional im Superraum.
hängt nicht
explizit von der Zeit ab. Die Flächen
sind
kompakt, und daher fixiert ihre innere Geometrie (d.h. die Metrik
) ihre relative Lage in der Raum-Zeit. Anders ausgedrückt ist die
Allgemeine Relativitätstheorie eine parametrisierte Theorie, d.h. die Zeit ist schon
enthalten in den dynamischen Variablen, die sie beschreiben:
und
. Die
Wheeler-deWitt-Gleichung ist eine hyperbolische Funktional-Differentialgleichung
2.Ordnung, die die dynamische Evolution der Wellenfunktion im Superraum beschreibt.
Einige Bemerkungen zur Wheeler-deWitt-Gleichung:
Die Behandlung der Wheeler-deWitt-Gleichung benutzt die Pfadintegralmethode. Formal schreibt man
![]()
bedeutet dabei eine Summe über die Klasse von
Mannigfaltigkeiten M mit
sowie über die
Klasse von 4-Metriken
und Materiefeldern
, die die 3-Metrik
und das Materiefeld
auf der
Hyperfläche B induzieren. Man erhält daraus eine Wellenfunktion, deren Amplitude
eine Wahrscheinlichkeitsdichte im Superraum beschreibt. Gebiete des Superraums, in denen
die Amplitude groß ist, interpretiert man als tatsächlich beobachtete Zustände des
Kosmos. Wenn die Wellenfunktion dabei auch noch oszillatorischen Charakter hat, also der
Realteil von S wesentlich ist, findet man auch Vergleiche mit klassischen
Lösungen.
![]()