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Der Beginn der babylonischen Astronomie geht bis in das 3.Jt. v.Chr. zurück.
Ihren Höhepunkt erreichte sie etwa um 600-500 v.Chr., ihren Abschluß im letzten
Jahrhundert vor der Zeitwende.
Sie erhielten mit ihren damals vorhandenen Mitteln unvorstellbar genaue astronomische
Daten. Die mittlere Zeitdauer zwischen zwei gleichen Mondphasen (synodischer Monat)
betrug nach
Die synodische Umlaufszeit der Planeten, dh. die Zeitdauer zwischen zwei gleichartigen Stellungen in Bezug zur Erde, wich im 2. oder 1.Jh. v.Chr. meist nur um etwa 1/100 eines Tages gegenüber dem heutigen Wert ab, zB. bei Venus 583,91d statt 583,92d.
Obwohl die älteste babylonische und sicher datierbare Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis "erst" auf den 15.6. 763 v.Chr. fällt, wurde die periodische Aufeinanderfolge gleichartiger Finsternisse schon wesentlich früher, vermutlich bereits im 3.Jt. v.Chr. erkannt. Die Auffindung des Saroszyklus (= 223 synodische Monate oder 18a 11,3d) ist in diesem Zusammenhang eine der beachtlichsten Leistungen der babylonischen Astronomie.
Bei der Aufstellung eines Kalenders bezogen sich die Babylonier anfangs auf den Mondlauf. 12 Monate zu je 30 Tagen wurden zu einem Jahr zusammengefaßt. Um den Anschluß an die tatsächliche Länge des Sonnenjahres von knapp 365,25d zu erhalten, wurde jeweils nach Bedarf ein 13. Schaltmonat eingeführt. Feste Schaltregeln gab es erst vom 6.Jh. v.Chr. an; ab 383 v.Chr. sah man 7 Schaltmonate für 19 Jahre vor (Lunisolarjahr). Die Tageseinteilung begann mit dem Sonnenuntergang. Ab etwa 1700 v.Chr. kannte man schon 24 gleich lange Stunden.
Bereits im 3.Jt. v.Chr. wurden die wichtigsten Sternbilder mit Namen belegt. Die meisten babylonischen Bezeichungen für die Tierkreissternbilder wurden in die moderne Astronomie übernommen.