Dieser Text über ihr Ohr (!!) wurde aus einem Bravo Magazin entnommen:
Sandras mittelgroße Ohren zeigen, daß sie ihr Leben und ihre Aufgaben nüchtern, selbstbeherrscht und mit Weitblick meistert. Die große Ohrbucht deutet auf musische Begabung und Interesse für Kunst und Kultur hin. Kontaktfreude und tiefe Gefühle sind weniger ihre Angelegenheit, wie die angewachsene Ohrläppchen und die schwach ausgeprägte Innenleiste andeuten.
Interview 1
BRAVO: Was sprichst du eigentlich auf der Enigma-Single "Sadeness - Part I"? Sandra: Sade, dis-moi, Sade donnes-moi - das heißt: Sade, sag mir, Sade gib mir. Diese Worte werden immer wiederholt. BRAVO: Was willst du damit aussagen? Sandra: Ich will gar nichts damit aussagen, weil es ja gar nicht mein Projekt ist und weil es eigentlich nur ein Zufall war, daß man meine Stimme, die wir eigentlich nur fürs Demo benutzt haben, auf der Platte gelassen hat. Enigma ist Michaels Projekt, er hat sich damit einen Traum erfüllt, und ich habe überhaupt nichts damit zu tun. BRAVO: Nach dem französischen Schriftsteller Marquis de Sade wurde der Sadismus, was soviel wie Freude an der Grausamkeit bedeutet, benannt. Was weißt du über ihn? Sandra: Auch das ist ein Thema, zu dem nur Michael selbst im Zusammenhang mit "Sadeness - Part I" etwas sagen kann. Ich halte mich da ganz raus. BRAVO: In ihrem Song "Hanky Panky" bettelt Madonna um Liebe mit Schlägen. Was hältst du von solchen Sado-Maso-Praktiken? Sandra: Ich habe nie über diesen Text nachgedacht, und ich weiß überhaupt nicht, was "Hanky Panky" heißt. Davon abgesehen wundert mich bei Madonna gar nichts mehr, denn sie ist schon immer provokativ gewesen. Das ist ihr Image. Wenn ich Musik höre, achte ich nur auf die Musik und nicht auf das Drumherum. BRAVO: Stehst du persönlich darauf, gequält zu werden? Sandra: Nein. Ich weiß, daß es Frauen gibt, die auf so etwas stehen. Jedem das seine. Ich bin nicht so. Michael quält mich nicht und peitscht mich auch nicht aus. Ganz bestimmt wäre so etwas kein geheimer Wunsch von mir. BRAVO: Bist du in deiner Beziehung dominant? Sandra: Nein. Michael und ich, wir sind beide dominant. Absolut gleichberechtigte Partner. Ich nehme Domina-Frauen nicht so ernst. Okay, ich kann verstehen, wenn Frauen so empfinden, dann man muß ja immer beide Seiten sehen. Wie gesagt, jedem das seine. BRAVO: Bist du katholisch erzogen worden? Sandra: Nein, ich bin protestantisch erzogen worden, ich bin jedoch schon vor fünf Jahren aus der Kirche ausgetreten. BRAVO: Soll das heißen, daß du nicht an Gott glaubst? Sandra: Nein. Ich glaube an Gott, aber nicht so, wie es vielleicht andere Menschen tun. Ich habe meinen eigenen Gott in meinem Kopf, und ich bete auch, wenn ich mir etwas ganz stark wünsche. Ganz bestimmt würde ich nie für irgendwelche materiellen Dinge beten, sondern nur für ganz persönliche Belange, über die ich auch zu niemandem spreche. Ein Grund wäre vielleicht, für den Frieden am Golf zu beten, überhaupt für Frieden auf der ganzen Welt.. Oder für Tiere. Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich an jeder Friedens-Demo teilnehmen. BRAVO: Warst du persönlich mal in dem Zwiespalt zwischen Kirche und Sexualität, zum Beispiel als du mit 16 die Pille nehmen wolltest? Sandra: Nein, nie. Ich bin frei erzogen worden. Außerdem würde ich mich mit Sicherheit nicht von der Kirche leiten lassen, was mein persönliches Leben betrifft. Ich finde es außerdem absolut lächerlich und unverantwortlich, daß der Papst die Pille und Kondome verbietet, und das noch angesichts der Überbevölkerung in der Dritten Welt. Je mehr Kinder dort geboren werden, desto größer wird der Hunger. Man muß aber auch da zwei Seiten sehen. Wenn jemand an den Papst und die Kirche glaubt, das kann ja auch was Gutes haben. Wenn jemand ganz arm dran ist un der sich an seinem festen Glauben festhält, dann kann er vielleicht dadurch überleben. Einen festen Glauben sollte jeder haben, aber nicht an diese Kirche. Ich perönlich bin zu stark, um mir von irgendeinem Führer etwas vorschreiben zu lassen. Dazu bin ich auch viel zu egoistisch, muß ich gestehen, und ich glaube auch nicht, daß es mir helfen würde, hätte ich meine Karriere nicht durchziehen können und säße jetzt mit zehn oder zwanzig Kindern da. Und so habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt. BRAVO: Hat Michael Einfluß auf deine Meinung? Sandra: Das kommt darauf an. Eigentlich nicht. Wir sind ja beide im Sternzeichen Stier geboren, das heißt ziemlich stur, und wenn ich eine Meinung habe, würde Michael nicht versuchen, mich davon abzubringen. Es sei denn, er hätte bessere Argumente. Das würde ich akzeptieren. BRAVO: Könntest du dir vorstellen, ohne einen Mann zu leben? Sandra: Im Moment nicht, nein. Andererseits habe ich früher schon mehrere Jahre alleine gelebt. Als ich zum Beispiel mit 16 wegen Arabesque nach Frankfurt ziehen mußte. Das hat mir nicht so gut gefallen. Jetzt fühle ich mich wohler. BRAVO: Könntest du auf Sex verzichten? Sandra: Ja. Ich bin nicht davon abhängig, und ich hatte nie das Bedürfnis, heute mit dem, morgen mit dem zu schlafen. Ich habe höchstens das Bedürfnis, mit meinem Mann zu schlafen. Aber dazu gehören noch andere Dinge, wie Liebe, Vertrauen, Kameradschaft. Liebe ist wichtig. Ich kann nicht mit einem Mann ins Bett gehen, den ich nicht liebe. BRAVO: Hälst du dich für emanzipiert? Sandra: Ja, mit Sicherheit. Ich würde mich da auch von meinem Mann nicht einschränken lassen. Aber ich bin keine absolute Emanze, denn sonst könnte ich gar nicht mit einem Mann zusammenleben. BRAVO: Hast du schon mal eine schwarze Messe mitgemacht? Sandra: Nein. Ich finde es auch nicht gut, wenn Enigma mit schwarzer Magie in Verbindung gebracht wird. Ich halte von Okkultismus überhaupt nichts, und ich weiß nicht mal, was schwarze Magie ist. Ich finde all so was lächerlich, weil ich viel zu sehr mit beiden Beinen auf dem Boden stehe. Leute, die sich mit so was oder mit Sekten einlassen, sind sehr schwach und wissen nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Meiner Meinung nach ist so was ganz gefährlich. Auch als Teenager hat mich so was nie interessiert, da hatte ich viel zu viel Angst davor. Jetzt würde ich der Sache auf den Grunde gehen, warum zum Beispiel ein Tisch wackelt oder nicht. Ich glaube, daß das Leben vorbestimmt ist und daß heute schon feststeht, wann ich sterbe, ob ich unter einem guten Stern lebe, oder nicht und wann mir der nächste Unfall passiert oder wann ich schwanger werde. Das weiß ich zwar noch nicht, aber das ist alles vorbestimmt. BRAVO: Wolltest du mal ins Kloster gehen? Sandra: Nein. Ich war immer ein aufgewecktes und naives junges Mädchen. Wenn ich Rat gebraucht habe, hab' ich meine Eltern gefragt, oder Freunde. Ab 16 hab' ich mich dann ja schon allein durchs Leben geschlagen, und das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen. Ich bin nicht ausgeflippt und in keine Drogen-Szene geraten, sondern habe´ selber auf mich aufgepaßt.
Man muß einfach die unangenehmen Sachen zuerst erledigen und nur an die positiven denken. Aber darin bin ich im Alltag auch nicht so konsequent. Zum Beispiel, wenn es ums Kofferpacken geht. Damit quäle ich mich die letzten zwei Tage vor einer Reise heru, hätte ich´s aber gleich gemacht, könnte ich diese Tage geniessen. BRAVO: Dieter Bohlen sagte neulich mal, du würdest dich mit der Ausrede, die großen Hallen seien ausgebucht, jedes Jahr vor einer Tour drücken - aus Angst vor einem Flop. Stimmt das? Sandra: Meiner Meinung nach hat Dieter ein großes Mundwerk, und er weiß, daß er zur Zeit nicht so angesagt ist. Das wird ihn wahrscheinlich persönlich mitnehmen, und da muß er wohl auf andere, die mehr Erfolg haben als er, schimpfen. Was er mit seinen Künstlern nicht erreicht hat, hat Michael mit mir erreicht, und das piekst natürlich Dieter an seinem Ego. Es stimmt nicht, daß ich etwas sage und dann nicht tue. Ich hatte wirklich eine Tournee geplant, aber wenn sie sich im Moment nicht durchführen läßt, aht das andere Gründe.
Die Veranstalter möchten mich nämlich am liebsten mit einem roten Vorhang auf die Bühne stellen, aber damit bin ich nicht einverstanden, denn ich möchte meinen Fans was bieten, mit Live-Band und Tanz und so. Doch nach den Flops von Kylie Minogue und sogar Madonna sind die Veranstalter mißtrauisch geworden.
Ich bin aber nicht zu feige oder so. Man darf nicht vergessen, daß ich schon mit 16 in Japan 35 Touren gemacht habe und tausende Male live mit Orchester auf der Bühne stand. Das soll er mir erst mal nachmachen! BRAVO: Wie habt ihr euren zweiten Hochzeitstag am 7. Januar gefeiert? Sandra: Michael und ich waren mit Freunden eine Woche im Ski-Urlaub in Österreich und haben abends mit Sekt angestoßen. BRAVO: Wann kommt eine neue LP von dir? Sandra: Voraussichtlich im Herbst. BRAVO: Fühlst du dich auf Ibiza vor den Auswirkungen des Golf-Krieges sicher? Sandra: Ja. Aber ich finde es unverantwortlich, daß so ein Krieg im 20. Jahrhundert noch passieren kann. Die Menschheit hat nichts dazugelernt, und das finde ich traurig. Als hätten wir nicht schon genug Probleme mit der Umweltverschmutzung.
Ich hatte eigentlich vor, für eine Weile nach Amerika zu gehen, aber das Fliegen erschien uns in der jetzigen Situation doch zu gefährlich, und wir haben schließlich alles abgesagt. Man soll das Schicksal ja schließlich nicht herausfordern, und ich kann es mir zum Glück leisten, selber zu entscheiden, wann ich fliegen will, und wann nicht.
Interview 2
BRAVO: Kommst du gelegentlich mal auf Tournee? Sandra: Nein. Alle Sängerinnen hatten in den letzten Jahren Pech mit ihren Tourneen. Ich glaube inzwischen, daß man mit einer Tour nur seinen Namen kaputtmacht, und ich bin froh, daß ich es nicht gemacht habe. BRAVO: Wann stehst du normal zu Hause auf lbiza auf? Sandra: In den letzten Monaten bin ich immer morgens um sechs zu Bett gegangen, um zwölf wieder aufgestanden und war die ganze übrige Zeit im Studio. Außerdem gehe ich oft am Meer spazieren, weil die Salzluft Balsam für meine Stimme ist. Michael und ich können nachts am besten im Studio arbeiten, denn tagsüber klingelt doch zu oft das Telefon. BRAVO: Woran ist dein Perser-Kater Mowgli gestorben? Sandra: Wahrscheinlich an Darmkrebs, er war erst vier Jahre alt, Aber darüber bin ich immer noch so traurig, daß ich nicht darüber sprechen kann, ohne anzufangen zu weinen. Ich habe jetzt einen neuen kleinen grau-weißen Maine Coon-Kater, den "Johnny", nach meinem Lied "Johnyy Wanna Live" benannt. Ich habe mich bei einem Züchter in der Nähe von München sofort in ihn verliebt. BRAVO: Stimmt es wirklich, daß deine Mutter mit einer Fähre im Mittelmeer verunglückt ist? Sandra: Nicht ganz. Meine Eltern sind im August mit Freunden zum Fahrradfahren nach Formentera rübergefahren, und auf dem Rückweg gab es zwei Fähren zur Auswahl - eine langsame und eine schnelle. Meine Eltern sind mit der langsamen gefahren, weil meine Mutter leicht seekrank wird, die Freunde haben die schnellere genommen. Das schnelle Boot hatte den Unfall, und die Freunde waren auch ziemlich schwer verletzt, den Arm dreimal gebrochen, und so. Kurz vorm Hafen hat es einen Zusammenstoss gegeben, weil unsereer Vermutung nach die beiden Schiffsführer wahrscheinlich nicht ganz nüchtern waren. Meine Eltern hatten einen Schutzengel. BRAVO: Wohnt dein Bruder Gaston inzwischen auf Ibiza?
Nein, er lebt mit seiner Freundin immer noch in Frankreich, nahe der deutschen Grenze. Ich glaube, Ibiza ist ihm zu heiß, aber er kommt oft zu Besuch. BRAVO: Woltest du nicht aufhören zu rauchen? Sandra: Nee, das hab' ich bis jetzt noch nicht geschafft, außerdem wollte ich mir das während der Aufnahmen zu meinem Album nicht antun. Ich wurde auch fünf Kilo zunehmen und sowieso wieder anfangen. Ich rauche ungefähr eine Schachtel pro Tag. Aber ich halte mich nach wie vor das "Fit for Life" Programm durch, esse bis mittags nur Obst, und hatte nie wieder Magenprobleme. Ich schwimme auch viel und mache ab und zu bei uns im Keller ein bißchen Bodybuilding. BRAVO: Törnen dich Bodybuilder wie Arnold Schwarzenegger an? Sandra: Nein, im Gegenteil. So viele Muskeln törnen mich ab, aber ich finde, daß Arnold ein toller Schauspieler ist, einer der besten. Auf Ringer wie Hulk Hogan stehe ich auch nicht. BRAVO: Hast du dich darüber informiert, was bei eurem "Yes we can"-Projekt zur Rettung des Regenwaldes herausgekommen ist? Sandra: Nein, das weiß ich nicht. BRAVO: Wie stehst du zur Aids-Diskussion, daß Betroffene die Krankheit zugeben oder nicht? Sandra: Naja, der Freddie Mercury wollte eben in den letzten Monaten seines Lebens in Ruhe gelassen werden und hat es deshalb verschwiegen. Aber ich finde es mutig und richtig, zum Beispiel von Magic Johnson, es öffentlich zuzugeben. Das soll jedem selber überlassen bleiben. BRAVO: Nimmst du Einwegspritzen mit auf Reisen, um im Fall einer Bluttransfusion sicher zu gehen? Sandra: Nein, du lieber Himmel, wenn man an sowas alles denken sollte. Ich weiß, wie ich mich schützen kann und hoffe, daß mir nichts passiert. Wenn ich immer an das Schlimmste denken würde, könnte ich ja gar nicht mehr schlafen und müßte immer mit einem Koffervoller Medikamente rumlaufen. Außerdem bin ich unter einem guten Stern geboren ... BRAVO: Hast du schon mal einen Aldstest gemacht? Sandra: Ja, einen, aber schon vor fünf Jahren. Ich war zufällig beim Arzt, und der hat mich gefragt und hat gleich den Test mitgemacht, aber der Test war negativ. Ich gehe auch nicht fremd, also schütze ich mich so. Wenn ich nicht verheiratet wäre, würde ich Kondome bei mir haben. Ich habe sie allerdings noch nie ausprobiert. Aber allen Mädchen, die noch keinen festen Freund haben, würde ich raten, Kondome zu benutzen. Ich würde auch meinen Kindern Kondome kaufen. BRAVO: Sind schon Kinder geplant? Sandra: Noch nicht, ich lasse es auf mich zukommen, mal sehen. BRAVO: Fürchtest du dich vor der Gewalt der Rechtsradikalen? Sandra: Ja, es ist unglaublich, was hier mit den Asylanten passiert. Ich bin sprachlos, und ich finde es zum Kotzen, wie sich die Skinheads verhalten. Asylantenheime überfallen und kleine Mädchen in die Luft jagen - da hört es irgendwo auf. Meine Mutter hat mir erzählt, daß ein Typ in Saarbrücken von irgendwelchen besoffenen Randalierern zusammengeschlagen wurde, zum Ostbahnhof getragen - da wo ich immer zur Schule gegangen bin -, dort auf die Schienen gelegt und vom Zug überfahren wurde. Ihm wurden beide Beine abgefahren. Ich möchte mal die Deutschen erleben, wenn ihnen einer verbietet, je wieder ins Ausland zu fahren. Schutzlosen Menschen, die flüchten, weil in ihrem Land Krieg ist, sollte man aufnehmen. BRAVO: Weißt du, warum die Serben gegen die Kroaten kämpfen? Sandra: Ja, natürlich. Wir verfolgen ja alles über Satelliten-Fernsehen. Das ist alles so sinnlos und wahnsinnig dumm. Wo führt das alles hin, daß ein Waffen-Stillstand nicht eingehalten und alles kaputtgeschossen wird? Gerade die wunderschönen alten Kirchen in Dubrovnik und die schöne Urlaubs-Küste kaputtmachen - das ist Horror. BRAVO: Hast du Angst vor Krieg? Sandra: Ja. Zum erstenmal hatte ich Angst beim Golfkrieg. Daß eine Person wie Saddam das verursachen kann, das war mir nicht bewußt. Seitdem habe ich Angst. BRAVO: Gibt es Politiker, zu denen du Vertrauen hast? Sandra: Nein, überhaupt nicht. So viele haben am Golfkrieg verdient und haben alles durchkalkuliert, nur wir, die Menschen, und die Umwelt müssen bezahlen. Das hat mich alles so schockiert. Ich traue niemandem. Ich wurde jede Friedensbewegung unterstützen. BRAVO: Wie stehst du zum Thema "Abtreibung"? Sandra: Also, grundsätzlich bin ich gegen Abtreibung, weil ich es als unmenschlich empfinde, ein menschliches Wesen zu töten. Ich bin weder katholisch, noch habe ich irgendetwas mit der Kirche zu tun, im Gegenteil, ich finde es unmöglich, das der Papst die Pille und Kondome verbietet. Wenn man weltweit dafür sorgt, daß es mit der Verhütung funktioniert, dannbraucht man sich um Abtreibung keine Sorge zu machen. Ich persönlich könnte niemals abtreiben, aber ich verstehe, wenn Mädchen, die noch in der Ausbildung sind oder sich kein Kind leisten können, sich für eine Abtreibung entscheiden. Das ist eine unglaublich schwierige Frage, die,glaube ich, jeder für sich selbst entscheiden muß. Ich finde es nur falsch, daß wieder irgendwelche Politiker darüber entscheiden, die es lieber der Verantwortung der Frauen selber überlassen sollten. Ein Arzt sollte sichlange mit dem Mädchen unterhalten, aber wenn das Kind absolut ungewollt ist, sollte er eine Abtreibung vornehmen dürfen. BRAVO: Findest du es wichtig, daß jedes Mädchen eine abgeschlossene Berufsausbildung hat? Sandra: Ja natürlich, du hast doch sonst überhaupt keine Chance. Es ist absolut verrückt, wenn ein Mädchen die Schule abbricht, das Abi sausen läßt oder die Lehre hinwirft, nur um irgendeinen Typen zu heiraten. Ich habe ja leider nie studiert, aber ich habe um jeden Preis und mit allen Schwierigkeiten das durchgesetzt, was ich mir als Traumjob in den Kopf gesetzt hatte. Es funktioniert alles, wenn man sich nur mit ganzer Kraft dafür einsetzt und hart arbeitet und auch mal auf andere Sachen verzichtet. Eine Familie kann man immer noch gründen, aberwenn man keinen Beruf hat, macht man sich abhängig und wenn man nicht dafür kämpft, seinen Traumberuf zu bekommen, dann wird man unzufrieden. Also, ist doch klar, daß man sich für den Beruf entscheidet, sonst wäre man ja verrückt. BRAVO: Möchtest du dein ganzes Geld in die neue europäische Einheits-Währung "ECU" eintauschen? Sandra: Ich weiß noch nicht so viel darüber, aber so lange nicht gewährleistet ist daß diese Währung stabil ist, bin ich natürlich nicht dafür. Wenn der ECU so stabil ist wie die D-Mark, würde ich sagen, warum nicht. Trotzdem finde ich, daß das alles Blödsinn ist. Ich finde, jedes Land sollte seine Eigenart behalten. Die Umstellung kostet wieder einen Haufen Geld für nichts. Das Geld sollte man lieber sinnvoll verwenden. Besonders, wo man gerade erst neue Geldscheine gedruckt hat und das schon eine Menge gekostet hat. Ein einheitliches Europa kann auch ohne ECU funktionieren, finde ich. BRAVO: Auf welche Musik stehst du? Sandra: Auf Genesis, Phil Collins, aber auch auf alles mögliche Neue, alles, was so in den Charts ist, höre ich mir an. BRAVO: Welcher der New Kids on The Block gefällt dir denn am besten? Sandra: Keiner. Dafür habe ich mich noch nicht interessiert, denn ihre Musik spricht mich nicht so an. Für mich sind die Typen echt Kinder. BRAVO: Welchen Star findest du süß? Sandra: Den Johnny Depp aus der TV-Serie "21, Jump Street" finde ich süß. BRAVO: Siehst du dir auch "Ein Schloß am Wörthersee" an? Sandra: Nee, das ist mir zu langweilig. Ebenso die "Lindenstraße". BRAVO: Wie äußerst du dich zum Thema "Stierkampf" in Spanien? Sandra: Abschaffen!!! Absolut sinnlos. Abschaffen!!! Die Einstellung zur Tradition muß sich bei den Spaniern ändern. Man muß immer mehr dagegen ankämpfen und dagegen reden. BRAVO: Was hälst du von Leuten, die Tiere zu Weihnachten verschenken? Sandra: Nach Weihnachten und zur Urlaubszeit landen Hunderttausende von Tieren im Tierheim, weil sie unüberlegt verschenkt wurden. Ich kann nur alle bitten, so etwas nicht zu tun. Der Kauf eines Tieres muß überlegt sein, ein Tier muß sein Leben lang gepflegt, gefüttert und umsorgt werden. Man muß kapieren, daß Tiere keine Sachensind, sondern lebende Wesen, die Schmerz, Angst und Qualen empfinden. Auch die verbrecherischen Schlachtviehtransporte müssen verboten werden und die Treibnetze beim Fischfang. Ich kaufe keinen Thunfisch mehr.