Im Rahmen eines Archivbesuches besuchte ich im Februar 2004
auch die Brauereien in Stuttgart und Ludwigsburg. In Stuttgart wird der Biermarkt
insbesondere von den beiden Großbrauereien "Stuttgarter Hofbräu" und der
"Dinkelacker-Schwabenbräu AG" dominiert. Die ältere Brauerei
ist dabei das "Stuttgarter
Höfbräu", das 1872 als "Würtenbergisch-Hohenzollersche Brauereigesellschaft
Englischer Garten" gegründet wurde. 1883 wurde die Brauerei auch als
offizieller Hoflieferant bestätigt. 1935 erhielt die Barauerei schließlich
ihren heutigen Namen. 1981 überschritt die Brauerei erstmals auch die 1
Million Hektolitergrenze. 2003 stieg schließlich der zur Oetker-Gruppe
gehörige Braukonzern Radeberger mit 50 Prozent in das operative Geschäft
der Brauerei ein. In drei bis fünf Jahren will der Konzern die Brauerei
komplett schlucken. Neben den ausgezeichneten Pilsbieren produziert die Brauerei
aber auch drei Weißbiersorten unter dem Namen "Malteser", die
nach einem alt-überlieferten Rezept der Klosterbrauerei Amberg in Lizenz
hergestellt werden.
Die zweite Großbrauerei in Stuttgart ging durch eine Fusion der 1888 gegründeten
Brauerei Dinkelacker und der 1878 gegründeten Brauerei Schwabenbräu
hervor. 1996 schlossen sich die beiden zur Dinkelacker-Schwabenbräu-AG
zusammen. Schon zuvor hatten sich die beiden Brauereien durch Aufkäufe
anderer Brauereien vergrößert. So übernahm etwa die Brauerei
Dinkelacker in den 70er Jahren die lokale Marke Wulle und die Weibierbrauerei
Sanwald. 1982 wurde zusätzlich die Heilbronner Brauerei Cluss aufgekauft.
Das Schwabenbräu verstärkte sich 1982 wiederum durch den Erwerb des
Klosterbräu Sigel. Nach dem Erwerb der ostdeutschen Mauritius
Brauerei Zwickau im Jahr 1990 durch die Brauerei Dinkelacker kooperierten
Dinkelacker und Schwabenbräu imemr mehr. 1996 folgte schließlich
die Fusion. Dies schützte die Brauerei aber nicht vor einem Verkauf ins
Ausland. Heute gehört die Dinkelacker-Schwabenbräu AG zur deutschen
Tochter Becks des Brauriesen Interbrew. Gebraut werden heute zahlreiche Biere
unter den Marken Dinkelacker, Schwabenbräu und Sanwald (Weißbiere).
Letzlich nahm ich aber nur einige Flaschenbiere der besagten Brauereien mit
nach Wien. Viel mehr interessierten mich die lokalen Gasthausbrauereien in Stuttgart.
Hinzu kamen noch zwei Gasthausbrauereien in Ludwigsburg, wo heutzutage keine
Großbrauerei mehr existiert.
Stuttgart: <Der Platzhirsch>
<Die Lady> <Der
Restaurantmix> <Das Hippe>
<Die Außenbezirke>
Ludwigsburg: <Das Urige>
<Das Typische>