In memoriam



Mamas allererstes eigenes Tierchen ist ihr im November 1990 im Garten begegnet. Ein kleiner Igel, nicht größer als ihre Handfläche, mit ganz weichen Stacheln. Niki hätte allein nie den Winter überlebt. Also hat sie ihn mit ins Haus genommen und ihr Papa hat einen riesengroßen Käfig gebaut. Der ist nämlich Tischler, müsst ihr wissen. Sie hats tatsächlich geschafft, der kleine Kerl hat den Winter überlebt und im Frühjahr hat sie ihn dann in die Freiheit entlassen. Jedes Mal, wenn sie zu Haus bei ihren Eltern ist und einen Igel sieht, muss sie an ihren kleinen Niki denken.



Danach kamen die Meerschweinchen Miki, Wuschi und Maxi (alle 1991 geboren). Genau genommen war nur Miki Mamas Quietschi, die beiden anderen gehörten ihren Geschwistern. Die 3 wurden richtig alt für Meerschweinchen. Miki ist leider eines Tages tot im Käfig gelegen und ein paar Tage danach ist auch Maxi über die Regenbogenbrücke gegangen. Die beiden wurden 5 Jahre alt. Wuschi hingegen lebte noch fast drei weitere Jahre und musste dann leider eingeschläftert werden. Etwas näheres erzählt Vivaldi auf seiner Seite, da er Wuschi noch persönlich kennengelernt hat.



Im Sommer 1992 fand Mama einen verletzten, getigerten, halbwüchsigen Kater am Strassenrand. Sie brachte ihn zum Tierarzt. Der gab dem Kater allerdings kaum Überlebenschancen, da er schwere innere Verletzungen zu haben schien. Er gab dem Kater eine schmerzstillende Spritze und Mama nahm ihn mit nach Hause. Sie taufte ihn Bino. Bino war ein Glückspilz. Nachdem er zwei Wochen im Haus vor sich hin vegetierte, verbesserte sich sein Zustand und bald darauf konnte er wieder laufen. Er saß immer am Strassenrand und schaute nach links und rechts, bevor die Strasse überquerte. Im Sommer 1994 verschwand er spurlos. Er war übrigens nicht kastriert, "weil das am Land nicht üblich ist".



Inzwischen konnte sich keiner aus der Familie mehr ein Leben ein Katze vorstellen und so zog Ende September 1994 Niki, ein süßer kleiner weißer Katzenfratz, ein. Er kam wie wir vom Bauernhof und hatte wie wir tonnenweise Flöhe. Er wurde zum Liebling der ganzen Nachbarschaft. Er durfte nur kurz auf dieser Erde bleiben, denn am 4.11.1994 lief er ein paar Kindern, die die Strasse überquerten, hinterher und wurde überfahren. Die Fahrzeuglenkerin, selber Mama von mehreren Katzen, stand kurz danach weinend vor Mamis Haustür und erklärte, was passiert war. Mama sagt, dass sie diesen Augenblick nie vergessen wird. Ihre Eltern haben Niki hinten im Garten begraben, gleich neben Miki und Maxi und jedes Jahr werden dort aufs Neue Blumen gepflanzt.





Nach den beiden Verlusten wollten die Eltern von Mama so schnell keine Katze mehr ins Haus holen. Es dauerte auch 3 Jahre bis Tiger in ihr Leben purzelte. Der kleine Kerl wurde gemeinsam mit seinen 3 Geschwistern in der Autowerkstätte seines Bekannten von Mamas Eltern ausgesetzt. Als man Montag morgen wieder an die Arbeit gehen wollte, fand man die Babies. Zwei von ihnen hatten nicht überlebt und die überlebenden Glückspilze waren von Kopf bis Schwanz mit Motoröl paniert. Als Mama von den Kleinen hörte, hat sie ihren Papa solange genervt, bis er hingefahren ist und einen der beiden mitgenommen hat. Tiger war ein kleiner getigerter Wuschel. Er hatte alle Menschen lieb und war immer fröhlich. Von den Nachbarskindern ließ er sich im Puppenwagen spazieren fahren. Nach nicht einmal 3 Monaten verschwand er. Die Mama ist fest davon überzeugt, dass jemand das hübsche, zutrauliche Tigerchen einfach mitgenommen hat.



Ende September 1997 stolzierte dann Vivaldi in das Leben von Mamas Familie. Mehr von ihm gibts auf seiner Seite.

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